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Viele Besucher erschienen zu dem feierlichen Anlass.

80 Jahre Anne-Frank-Gymnasium

„Kreativität unserer jungen Menschen immer im Auge behalten“

Am Anne-Frank-Gymnasium fand eine Feier zum 80. Geburtstag der Schule mit festlicher Musik und Reden statt.

Erding – 80 Jahre Anne-Frank-Gymnasium Erding: Reden und abwechslungsreiche Musik haben die Jubiläumsveranstaltung am Mittwochabend in der voll besetzten Schulaula bestimmt.

Neben den Festrednern waren viele Gäste anwesend, die sich in unermüdlicher Basisarbeit auf verschiedensten Ebenen für eine lebendige Schulgemeinschaft einsetzen, sie mit kreativen Impulsen beleben, schulpolitisch für sie einstehen oder in der Vergangenheit wichtige Weichen für ein achtungsvolles Miteinander gestellt haben. Ministerialrat Dr. Wolfgang Mutter übermittelte in seinem Grußwort die Anerkennung und Wertschätzung des Kultusministeriums. „Viele Mitglieder der Schulgemeinschaft bringen Zeit und Engagement ein.“ Landrat Martin Bayerstorfer ging auf den Zusammenhalt in der Schule ein und sprach von einem „familiären Charakter“. Am AFG werde „hervorragende Arbeit“ geleistet.

Mit launigen Worten und einem besonderen Geschenk trat Oberbürgermeister Max Gotz ans Rednerpult. Er hatte Schulleiterin Helma Wenzl ein gerahmtes Bild mit einem alten Lageplan des Gymnasiums mitgebracht, der von den schulischen Anfängen erzählte. „In der Regel kommen wir zu einem 90. Geburtstag“, meinte Gotz augenzwinkernd und bekannte freimütig zu seiner eigenen Schulzeit am AFG: „Zugegeben, ich war nicht immer fröhlich. Aber auch ich hab’s geschafft!“ Der OB ging kritisch auf den gesellschaftlichen Wandel mit Digitalisierung und Dynamisierung der Gesellschaft ein. Bei all diesen schnellen Entwicklungen sollte man die „Kreativität unserer jungen Menschen immer im Auge behalten“. Gotz wünschte der Schule „Vitalität und viele fröhliche Kinder“.

Mit den markanten Worten Martin Luthers „Machs Maul auf, hör bald auf“, begann der ehemalige Kultusminister Hans Zehetmair seine Rede, der in der Schulgeschichte des AFG eine wichtige Rolle gespielt hat. Zehetmair wünschte eine verlässliche Bildungspolitik und „Beständigkeit in einer immer hektischeren Zeit.“ Beifall brandete auf, als Zehetmair mit Blick auf die G8-Reform von einem „Irrweg“ sprach.

Schulleiterin Wenzl dankte allen, die das AFG fördernd begleitet haben und sich auch jetzt für die Weiterentwicklung der Schule stark machen. Die Dreifachturnhalle und der Erweiterungsbau seien genehmigt. Jetzt hoffe man auf die baldige Umsetzung. Wenzl gab einen geschichtlichen Abriss zum Gymnasium und betonte, dass Fairness, Toleranz und Zivilcourage Werte seien, für die man sich immer wieder einsetzen müsse. „Ein Meilenstein in der Entwicklung“ sei die „Schule ohne Rassismus“, die Lehrer Wolf Scherer eingeleitet habe.

Den Schülern wurde das Wort über die Musik erteilt. Der Erdinger Komponist Andreas Begert hatte mit den Tönen AFG eine rhythmisch markante Komposition zum runden Geburtstag geschrieben, die vom Orchester aufgeführt wurde. Fröhliche Feierstimmung vermittelten die Lieder der verschiedenen Schulchöre. Berührend spielte der junge Cellist Felix Eckert zur Klavierbegleitung von Simon Bauer. Versierte Virtuosität war von den Duobesetzungen Cosima Heilmaier (Fagott)/Vincent Neeb (Klavier) sowie Lea Heilmaier (Klarinette)/Sophie Neeb (Klavier) und dem Solisten Michael Schirmer am Akkordeon zu hören. Ein Schulensemble präsentierte ein Mozart-Stück. Lässiger Groove war das Markenzeichen der AFG-Jazzband. „Celebration!“ – mit diesem jubelnden Schluss-Stück gratulierten der Projektchor, das Schulorchester und die Jazzband dem AFG zum 80. Geburtstag. Vroni Vogel

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