Lebenslänglich wegen Polizistenmords für Reichsbürger

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Ein heißes Pflaster ist Erding in den nächsten Jahren für Straßenbaufirmen. Vier B388-Umfahrungen müssen gebaut werden, dazu die Ertüchtigung der Flughafentangente.

Ablaufpläne für die vier Umfahrungen und die Flughafentangente

B 388: Erst Taufkirchen, dann Moosinning

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Das Straßennetz im Kreis Erding könnte bis 2030 erheblich verbessert werden. Davon gehen die Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz (CSU) und Ewald Schurer (SPD) nach Besuchen beim Straßenbauamt Freising aus.

Stefan Meier, Fachbereichsleiter Straßenbau, stellte den Parlamentarieren einen groben Ablauf für die Realisierung der vier Ortsumfahrungen auf der B 388 sowie des Ausbaus der Flughafentangente Ost vor.

Lenz und Schurer machten deutlich, dass die Umgehungen für Taufkirchen, Grünbach, Erding und Moosinning nicht am Geld scheitern würden. Der bis 2030 ausgelegte Bundesverkehrswegeplan sei mit ausreichend finanziellen Mitteln hinterlegt. Engpässe gebe es allenfalls bei den Planungskapazitäten. Für Verzögerungen könnten zudem Probleme beim Grunderwerb sowie Einsprüche und Klagen gegen Planfeststellungsbeschlüsse führen.

Meier erklärte den Abgeordneten, dass mit der Taufkirchener Umfahrung begonnen werde – möglicherweise schon 2018.

Nach Informationen Schurers soll die B 388 aufgrund der in Richtung Landeshauptstadt zunehmenden Verkehrsbelastung von München in Richtung Umland ertüchtigt werden. Das heißt: Als Erstes wäre Moosinning dran. Schurer sagt, er halte etwa acht Jahre für realistisch – zwei Jahre für den Grunderwerb, drei bis vier Jahre für das Genehmigungsverfahren sowie zwei weitere Jahre für den Bau. „Schneller geht es sicher nicht, es dauert aber hoffentlich nicht erheblich länger“, so Schurer.

Bereits in dieser Phase, so Schurer weiter, solle mit der Verwirklichung der Südostumfahrung von Erding begonnen werden, die die Taufkirchener Kreuzung entlasten wird. Als viertes Vorhaben möchte das Straßenbauamt die Umgehungsstraße an Grünbach vorbei anpacken.

Der SPD-Parlamentarier ist zuversichtlich, „dass die Vorhaben in der Laufzeit des Bundesverkehrswegeplans bis 2030 umgesetzt werden können“.

Lenz berichtete, das Straßenbauamt habe ihm versichert: „Sobald Baurecht besteht, können die Vorhaben realisiert werden. Die Planungskapazitäten in der Behörde reichen aus.“ Es hänge nun auch maßgeblich an den Gemeinden, „wie schnell sie die Planungen vorantreiben“. Für den CSU-Abgeordneten steht fest: „Es wird in den kommenden Jahren viel Geld in den Landkreis fließen, um Entlastungen zu schaffen.“ Allein die vier B 388-Umfahrungen im Landkreis hätten einen Gesamtumfang von rund 86 Millionen Euro.

Auch der Ausbau der Flughafentangente – ein Projekt des Freistaats – wurde thematisiert. Schurer sagte, es gebe einen vorläufigen Ablaufplan. Von Meier erhielt er die Aussage, dass sich der dreispurige Ausbau zwischen Erding-Süd und Erding-Nord sowie der vierspurige zwischen Erding-Nord und der Abzweigung zum Flughafen („Erdinger Alle“) im Genehmigungsverfahren befänden. Ersterer ist laut Meier weiter gediehen.

Für den Bereich Erding-Süd – Neuching (dreispurig) seien die Planungen voriges Jahr angelaufen. 2018 soll die Projektierung des Bereichs A 92 – Abzweigung Flughafen starten.

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