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Sozialpädagoge mit musikalischer Ader: Werner-Malte Hahn spielt leidenschaftlich gerne Bassklarinette, wie hier bei der Verabschiedung von Pfarrer Tenberg vor einem Jahr.

Abschied von KASA-Stelle 

Diakon Hahn sagt Servus

Nach fast zehnjähriger Tätigkeit verlässt Diakon Werner-Malte Hahn die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit in Klettham. 

Erding/KletthamMit einem festlichen Gottesdienst hat die Evangelische Kirchengemeinde Erding Diakon Werner-Malte Hahn verabschiedet. Nach fast zehnjähriger Tätigkeit verlässt er die KASA, die Kirchliche Allgemeine Sozialarbeit, in der Friedrichstraße in Klettham. Seine Nachfolgerin in den Gemeinderäumen der Erlöserkirche ist Ulrike Herz.

Die KASA gehört zum sozialen Wohlfahrtsverband der Diakonie und wird aus kirchlichen Geldern finanziert. Sie hat die Aufgabe, soziale Notstände festzustellen und den Betroffenen bei der Bewältigung zu helfen, unabhängig von Nationalität und Konfession. Außerdem ist sie Ansprechpartnerin bei Sorgen und Problemen in unterschiedlichsten Lebenslagen.

In der Erdinger Beratungsstelle hatte sich der 57-jährige Diplom-Sozialpädagoge, der zudem eine psychotherapeutische Fachausbildung als Gestalttherapeut hat, in einer Halbtagsstelle mit den Problemen der Menschen aus dem Erdinger Land auseinandergesetzt. Sehr oft waren die Themen Armut und Obdachlosigkeit Begleiter seiner Arbeit. „10 bis 15 Menschen kamen wöchentlich mit Problemen zu mir“, erzählt der Diakon und ergänzt: „In all den Jahren haben rund 1200 Betroffene bei mir Hilfe gesucht und auch gefunden.“

Hahn war die Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und den Kirchengemeinden wichtig. Auch im öffentlichen Raum zeigte er Präsenz. So hat er unter anderem das Projekt „Mobiler Werkzeugkoffer“ ins Leben gerufen. Vielen Erdingern ist er auch durch sein Bassklarinettenspiel bei besonderen Gottesdiensten wie beim Ökumenischen Kirchentag im vergangenen September bekannt.

„Meine Arbeit in Erding hat mir sehr viel Spaß gemacht. Die offene Beratungsarbeit und die Vielschichtigkeit, der Umgang mit den Menschen waren mein Ding. Ich bin dankbar für die gute Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde, den vielen Kollegen im Diakonischen Werk und aus den anderen Verbänden und Institutionen in Erding. Von daher gehe ich mit einem weinenden und einem lachenden Auge“, sagte Hahn.

Neben seiner Tätigkeit in der KASA Erding ist er seit vielen Jahren auch halbtags in der Offenbarungskirche in München Berg am Laim als Gemeinde- und Jugenddiakon tätig. Diese Aufgabe behält er. Elvi Reichert

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