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Die 14 Besten von 186: Diese jungen Damen von der Mädchenrealschule Heilig Blut haben ihre Abschlussprüfung mit der Note 1,5 und besser bestanden. Dazu gratulierten ihnen Schulleiter Josef Grundner (l.) und Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmair (3. v. l.).

Abschlussfeier an der Mädchenrealschule Heilig Blut

Trainingslager des Lebens beendet

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Der Stolz war Schulleiter Josef Grundner anzumerken: Alle 186 Zehntklässlerinnen der Mädchenrealschule Heilig Blut haben die Mittlere Reife bestanden. 45 haben eine Eins vor dem Komma. Eine Schülerin erhielt besonderen Applaus.

Erding - 185 Mädchen haben ihre Abschlussprüfung in der Schule geschrieben. Einem Mädchen war das nicht vergönnt. Sie bekam kurz vor den Klausuren die Diagnose einer schweren Erkrankung. Dennoch wollte sie an der Prüfung teilnehmen – vom Klinikum Schwabing aus. Sie hat diese Herausforderung nicht nur gemeistert, sondern mit 1,6 auch noch einen Traumabschluss hingelegt. Als diese herausragende Leistung bei der Abschlussfeier gestern in der festlich geschmückten Schulturnhalle verkündet wurde, machte sich erst Beklemmung breit, dann brandete donnernder und langer Applaus auf. Die Mitschülerin verfolgte die rührende Geste per Videoschalte vom Krankenhaus aus.

Schulleiter Josef Grundner war über die 100-Prozent-Erfolgsquote sichtlich erfreut. Dies sei das „Ergebnis eines Kraftakts“. Die Schülerinnen hätten das „Trainingslager ihres Lebens“ beendet. „Ganz ehrlich, zu Jahresfrist hatte ich noch nicht daran geglaubt“, merkte er mit einem Augenzwinkern an. „Aber zum großen Spiel seid Ihr alle durch ein beeindruckendes Powerplay gelangt.“

Grundner erinnerte daran, dass er wie die Absolventinnen vor sechs Jahren an die Mädchenrealschule gekommen sei. „So wie Ihr war auch ich gespannt. Ihr dürft jetzt gehen, ich bleibe.“

Der Jahrgang 2017 beweise, dass die Realschulen ein hohes Niveau hätten. „Während an den Gymnasien um G 8 und G 9 gerungen wurde, haben wir unsere Attraktivität weiter erhöht.“ Jede zweite Schülerin hätte seinerzeit auch aufs Gymnasium gehen können, habe sich aber für die Realschule entschieden.

Landrat Martin Bayerstorfer sprach ebenfalls von einer „umfangreichen Bildung“, die an der kirchlichen Schule vermittelt werde. Den Damen gab er mit auf den Weg, „dass Ihr bestens für die Zukunft gerüstet seid“. Er appellierte an sie, sich auch künftig in die Gemeinschaft einzubringen. Dass alle bestanden haben, nötige ihm „größten Respekt“ ab.

Auch Erdings Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmair, Grundners Vorgänger an der Schule, bat die Schülerinnen, sich einzubringen und Ehrenämter zu übernehmen.

Christine Gruber, Vorsitzende des Elternbeirats, lobte Durchhaltevermögen und Fleiß der Absolventinnen. So hätten sie viele positive Erfahrungen gemacht, die sie durchs weitere Leben tragen. Auch nach dem Abschluss gehe das Lernen weiter – lebenslang. Gruber wollte das aber als Privileg verstanden wissen.

Schülersprecherin Jessica Läritz gestand, „dass das letzte Jahr und vor allem die Stunden vor der Prüfung sehr einprägsam waren“. Den Lehrern dankte sie, dass sie den Jahrgang „stets ermutigt und bestens vorbereitet“ hätten.

Geehrten wurden auch die Schülerinnen, die sich jahrelang eingebracht hatten. Gestaltet wurde die Feier vom Orchester MRS-Girls und vom Schulchor.

Die Schulbesten: Maria Stangl (1,0), Verena Anna Pirschlinger (1,08), Carolin Simone Heilmeier (1,09), Christina Unterreitmeier (1,09), Lisa-Marie Kornprobst (1,18), Stephanie Karbaumer (1,25), Rica Rosenfeld (1,27), Alina Badura (1,33), Maria Magdalena Althier (1,36), Veronika Pietsch (1,36), Sophia Adlberger (1,42), Noemi Alisa Hartung (1,42), Franziska Martina Langer (1,50) und Julia Scharlach (1,50).

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