Ingolstadt entlässt Walpurgis - Interims-Nachfolger steht fest

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Die besten Absolventen jeder Klasse der Mittelschule Erding und ihre Lehrer (v. l.): Kurt Pöll (Lehrer), Nele Weber (10b), Tanja Neff (Lehrerin), Dana-Jade Brown (10a), Veronika Hock (10c), Petra Leubner (Rektorin), Lena Heinze (9P1), Tanja Spermann (Lehrerin), Florian Karl (9a), Manuel Gangl (Lehrer), Florian Bauer (9b). Nicht im Bild: Asli Cakiroglu (9P2) und Vito Mamula (9cG).

Abschlussfeier der Mittelschule Erding 

Es wird Zeit, eigene Wege zu beschreiten

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Für die Absolventen der Mittelschule Erding beginnt ein neuer Lebensabschnitt. In einer großen Feier in der Stadthalle wurden die jungen Frauen und Männer aus der Schule verabschiedet.

ErdingDass die Zuschauerreihen der Stadthalle Erding mit festlich gekleideten Damen und Herren gefüllt sind, ist normalerweise nichts Besonderes. Doch am Donnerstagabend gab es den Unterschied, dass dieses Mal auch die Menschen im Saal im Rampenlicht standen. Es waren die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen der Mittelschule Erding, die hier im feierlichen Rahmen ihr Abschlusszeugnis entgegen nahmen und den Abend mit einem Abschlussball krönten.

Viele der jungen Leute waren deswegen mit Eltern und Angehörigen gekommen. Die Aufregung aller war spürbar, denn der Schulabschluss ist einer der wichtigsten Punkte im Leben. Entsprechend emotional fiel auch die Rede von Rektorin Petra Leubner aus, die in ihrer Ansprache zunächst dem Elternbeirat und dem Lehrerkollegium für ihre engagierte Arbeit dankte. Auch an Konrektor Stephan Treffler richtete sie Lobesworte. Er sei „immer an ihrer Seite und ein großes Organisationstalent“. Besonders erwähnte die Rektorin auch die Eltern, mit denen es stets eine gute Zusammenarbeit gegeben habe. „Denn um junge Menschen für ihr eigenes Leben stark zu machen, bedarf es gemeinschaftlicher Unterstützung“, sagt Leubner. Schon Heinrich von Kleist habe festgestellt, „dass Erziehung und Bildung zwei unerlässliche Bedingungen des künftigen Glücks“ seien.

Doch natürlich galten ihre Ausführungen vor allem den Abschlussschülern. Sie müsse sich erst an den Gedanken gewöhnen, so die Rektorin, „dass ihr ab jetzt nicht mehr zu Schülerschaft gehört und dass sich die alte, grüne Schultür für immer hinter euch schließt. Es rührt mich immer wieder an, wenn ein Schülerjahrgang Abschied nimmt“. Dieser besondere Tag sei eng mit den persönlichen Erfolgen der Schüler verbunden.

Im Rückblick auf das Schuljahr ging die Rektorin vor allem auf die Veränderungen der Schule ein. So mussten Klassenzusammensetzungen geändert werden, weil es jede Menge Neuzugänge gab. In der Jahrgangsstufe 10 wurden somit aus zwei Klassen drei. Es gab „Höhepunkte und Tiefschläge“, und die Abschlussklassen waren „vielfältig“ zusammengesetzt. „Es gab die Schlagfertigen, die Obercoolen, die Leisen, die Gestylten, die engagierten Feuerwehrler, die am liebsten mit Helm in der Klasse gesessen hätten, wenn kein Einsatz war, die Handy- und Rauchsüchtigen, die immer mal wieder mit der Schulordnung in Konflikt gerieten“, sagte die Rektorin schmunzelnd, fügte aber gleich hinzu, dass „diese Vielfalt in die Schule gehört und schon immer ein jugendliches Privileg“ war.

Es haben sich 104 Schüler den Prüfungen für einen Qualifizierenden Abschluss gestellt, 15 für den Abschluss einer Praxisklasse und 58 für die Mittlere Reife. Das Kollegium freue es sehr, dass es den meisten von ihnen gelungen sei, den erzielten Abschluss zu schaffen.

„Eure Schulzeit ist nun zu Ende, und ihr steht am Beginn eines ganz neuen Lebensabschnitts, einer Berufsausbildung oder dem Besuch einer weiterführenden Schule“, sagte Leubner. „Die meisten von euch haben ganz klar entschieden, wie es mit ihnen weitergeht.“ Nun sei es an der Zeit, unbekannte eigene Wege zu beschreiten. „Wie wunderbar muss es für euch doch sein zu wissen, dass jeder nun sein Leben selbst in die Hand nehmen kann.“

Die Rektorin gab den Schülern noch eine persische Weisheit mit auf den Weg: „Das Gestern ist nur ein Traum und das Morgen nur eine Vision. Das Heute aber, recht gelebt, macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.“

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