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Die AfD-Kandidaten (v. l.): Jens Knöbel, Peter Junker, Martin Huber und Wolfgang Kellermann.

AfD-Kandidatenkür 

„Da werden wir richtig reinhauen“

Martin Huber ist Landtagskandidat der AfD Erding. Er sieht den sozialen Wohnungsbau als eines der wichtigsten Wahlkampfthemen.

Erding – Die AfD im Kreis Erding hat am Samstag in der Sportgaststätte am Schwimmbad ihre Direktkandidaten für die Landtags- und Bezirkstagswahl nominiert. 28 von 31 stimmberechtigten Mitgliedern wählten Martin Huber aus Taufkirchen zum Landtags-Direktkandidaten. Der Gemeinde- und Kreisrat, der früher bei den Republikanern war, sitzt nun für die AfD in den Gremien.

„Ich habe nicht erwartet, dass ich heute da vor euch stehe“, bekannte Huber. Er und verwies auf seine 30-jährige Erfahrung in der Kommunalpolitik. „Ich bin einer, der immer Klartext redet.“ Es werde nicht einfach werden, „aber ich freu’ mich drauf.“ In Bezug auf den Wahlkampf forderte Huber, „dass man rausgeht“. Er kündigte 15 bis 20 Veranstaltungen an. In Dorfen werde es ein Problem werden. „Da werden wir nicht viele Freunde haben.“

Der soziale Wohnungsbau „wird ein Schwerpunkt bei uns. Da müssen wir ansetzen. Da werden wir richtig reinhauen“, versprach Huber. „Wir dürfen uns nicht spalten. Da ist der Parteiname nicht entscheidend“, antwortete der Kandidat auf eine Frage zur direkten Abwerbung von Republikanern. Ersatzkandidat ist Kreisvorsitzender Wolfgang Kellermann. Er kündigte an größere Veranstaltungen an: „Am 7. Oktober kommt Frau von Storch zu uns.“

Für den Bezirkstag kandidiert Peter Junker. Der 59-jährige Finsinger ist selbstständiger Versicherungskaufmann und Vater von vier Kindern. Bis 2016 war er bei der CSU gewesen. „Der Krieg der Islamisten gegen uns hat begonnen“, sagte er und freute sich über den „familiären Zusammenhalt“ in dieser Partei. Ihm gehe es darum „unser Land zu retten“. Er meinte: „Gemeinsam werden wir gegen den Kontrollverlust ankämpfen.“

Beim Umgang mit „Linksextremisten“ forderte er ein Durchgreifen. Aktivitäten der „Altparteien“ in Finsing erwartete er auf weitere Nachfrage nicht. Jens Knöbel, auch aus Finsing, ist Ersatzkandidat. Der stellvertretende Kreisvorsitzende und Bundesdelegierte will auch online einen „Super-Wahlkampf“ machen und bezeichnete die CSU als Hauptgegner. „Die kopieren unser Programm rauf und runter.“ Nach dem stärksten Thema gefragt, nannte auch Knöbel unter anderem den sozialen Wohnungsbau.

Klaus Kuhn

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