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AGA: Arbeitsverbote schwer zu akzeptieren

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Der Vorstand der AGA (v. l.): Schriftführerin Susanna Nadler, 2. Vorsitzende Doris Kraeker, Vorsitzende Margot Hoigt und 3. Vorsitzende Andrea Stiegler.
Der Vorstand der AGA (v. l.): Schriftführerin Susanna Nadler, 2. Vorsitzende Doris Kraeker, Vorsitzende Margot Hoigt und 3. Vorsitzende Andrea Stiegler. © Foto: holz

Eine freundlichere Beziehung zu Behörden und mehr Angebote für Flüchtlinge und deren Integration: So lauten in Kurzform die Ziele der Aktionsgruppe Asyl (AGA) im Landkreis Erding. Sie hatte Mitglieder und Freunde zum Neujahrsempfang in den Kletthamer Pfarrsaal St. Vinzenz eingeladen.

KletthamEine freundlichere Beziehung zu Behörden und mehr Angebote für Flüchtlinge und deren Integration: So lauten in Kurzform die Ziele der Aktionsgruppe Asyl (AGA) im Landkreis Erding. Sie hatte Mitglieder und Freunde zum Neujahrsempfang in den Kletthamer Pfarrsaal St. Vinzenz eingeladen.

Dabei stellten sie auch einige junge Künstler aus Afghanistan mit ihren Bildern vor. „Nachdem wir seit Mai 2018 einen neuen Vorstand haben, wollen wir auch neue Wege gehen“, erklärte Vorsitzende Margot Hoigt. „Zwar gibt es in Erding und dem Umland immer noch große Schwierigkeiten, anerkannte Flüchtlinge unterzubringen. Und es fällt uns schwer zu akzeptieren, dass Arbeitsverbote für Flüchtlinge immer noch die Regel und nicht die Ausnahme sind. Daher sitzen viele von ihnen seit zwei Jahren frustriert in ihren Heimen.“ Dennoch sei die Aktionsgruppe am guten Verhältnis zu den Behörden interessiert. „Wir können jetzt im Gegensatz zu früher Probleme im direkten Gespräch auf Sachbasis klären.“

Zweite Vorsitzende Doris Kraeker erklärte, dass in der Gesellschaft Ablehnung gegen Fremde und Respektlosigkeit noch häufig anzutreffen sei: „Es ist anscheinend unmodern, sich in einem Wertesystem zu bewegen. Wir sollten uns hier Kinder als Vorbilder nehmen. Sie sind vorurteilslos und machen keinen Unterschied zu anderen – egal, welcher Herkunft oder Hautfarbe.“

In einer Präsentation zeigte Andrea Stiegler, 3. AGA-Vorsitzende (Ottenhofen), das mittlerweile reichhaltige Programmangebot des Vereins auf. Dabei sprach sie vom beliebten Frauencafé im Johanneshaus und vom neuen AGA-Treff am Bahnhof, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Tafel Erding. Dort wird nicht nur jeden Samstag eine warme Suppe für jedermann angeboten, dort kommen auch viele Interessierte zu Filmabenden, Vorlesen mit Senioren oder zum Computerkurs zusammen. Zudem gebe es dort eine Kinderbetreuung und das AGA-Büro, in dem Manuela Schulze ihre Hilfe anbietet.

Schließlich zeigten die afghanischen Flüchtlinge Rahmatullah Jafan, Mustafa Sarveri, Maryam Karimi und ihr zwölfjähriger Sohn Amir ihre farbenfrohen Bilder. Unter Anleitung von Anna-Maria Blau (Hofsingelding) und Angelika Löwenberg (Buch am Buchrain) hatten sie ihre Emotionen, Eindrücke und Erfahrungen auf Leinwand gebracht. Musikalisch umrahmte Samuel Mensah die gut besuchte Veranstaltung mit exotischen Trommelklängen. FRIEDBERT HOLZ

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