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Repräsentativ: Bis 1983 wurde das 1782 erbaute Widnmann-Palais als Landratsamt genutzt. 2018 will die Kreisverwaltung hier ihren Platzmangel lindern. Allen Mietern der Langen Zeile 10 wurde gekündigt.

Allen Mietern gekündigt

Landratsamt: Rückkehr ins Widnmann-Palais

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Erding -Zu den Wurzeln: Das Landratsamt kehrt mit einigen Abteilungen an seinen früheren Dienstsitz in der Erdinger Altstadt zurück. Nach 2017 will die Kreisverwaltung das Widnmann-Palais an der Langen Zeile wieder selbst nutzen. Allen Mietern wurde gekündigt.

Großes Stühlerücken in Erdings guter Stube. Das Landratsamt wird seinen früheren Amtssitz im Widnmann-Palais an der Langen Zeile wieder selbst nutzen – und zwar so rasch wie möglich. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte am Mittwoch Karin Fuchs-Weber, Leiterin Büro Landrat. Alle Mieter haben inzwischen ihre Kündigungen erhalten. Im Laufe des kommenden Jahres erfolgt der Auszug.

Fuchs-Webers Angaben zufolge wird die Raumnot im Landratsamt immer größer. Aufgrund ständig steigender Aufgaben – zuletzt die Gründung eines eigenen Fachbereichs Asyl – sei die Zahl der Mitarbeiter in den vergangenen 15 Jahren von rund 350 auf jetzt 600 gestiegen. Der Hauptsitz am Alois-Schießl-Platz platzt schon längst aus allen Nähten. Die Sachgebiete sind über die gesamte Stadt verstreut. Acht Ämter sind aktuell ausgelagert: das Schul-, das Veterinär-, das Gesundheits-, das Umwelt-, das Jugend- und Sozialamt, die Erziehungs- und Beratungsstelle, die Grenzkontrollstelle am Flughafen sowie der Fachbereich Asyl.

„Der Mietvertrag für die Abteilung Umwelt- und Immissionsschutz läuft nächstes Jahr aus. Da besteht akut Handlungsbedarf“, so Fuchs-Weber, die trotz Auslagerungen von beengten Verhältnissen im Hauptgebäude spricht.

Deswegen will der Landkreis seinen früheren Dienstsitz, das repräsentative Gebäude an der Langen Zeile, wieder selbst nutzen. „Welche Fachbereiche und Büros dorthin umziehen, ist noch nicht entschieden. Wir erarbeiten gerade das Raumkonzept.“ Der Vorteil: Die neue Hauptstelle liegt nur einen Steinwurf vom Widnmann-Palais aus dem Jahr 1782 entfernt. Fuchs-Weber berichtet, wegen des Denkmalschutzes werde man nicht größer umbauen, sondern renovieren.

In den sauren Apfel beißen müssen die Mieter, allen voran die Hochschule für angewandtes Management, die Allianz-Agentur Gänger&Feigl, die Lokalredaktion der Süddeutschen Zeitung und die der Alpenvereinssektion Alpenkranzl, die dort ein Lager hat. Sie alle müssen im Laufe des kommenden Jahres ausziehen. Die Mietverträge haben nach den Worten Fuchs-Webers unterschiedlich lange Laufzeiten. Wann die ersten Ämter an der Langen Zeile einziehen, vermochte sie noch nicht zu sagen. „Aber es ist klar, dass es keinen langen Leerstand geben wird. Dazu ist der Bedarf zu groß.“

Eine Sonderrolle nimmt der Kreisjugendring ein, der seine Büros im Innenhof zwischen Altstadt und Fehlbach hat. „Als eine zum Landkreis gehörende Institution suchen wir hier nach einer Einzellösung“, so Fuchs-Weber.

Die Hochschule hat gerade erst ihr Schulungsgebäude am Bahnhof aufgegeben. Auch die Altstadt will sie aus Platzgründen verlassen. Der Leitung schwebt ein Campus auf dem Fliegerhorst vor. Nun kam der Einrichtung der Vermieter zuvor. Eine Sprecherin der FH sagte im Gespräch mit unserer Zeitung: „Derzeit ist alles in der Schwebe. Wir stimmen uns gerade mit dem Landratsamt ab.“ Einen neuen Standort gebe es noch nicht.

Florian Gänger von der Allianz-Agentur berichtet, dass man nach 34 Jahren im Palais bereits neue Räume in Aussicht habe, wiederum in recht zentraler Lage. „Wir waren lange treue Mieter und werden das Gebäude auch mit einem weinenden Auge verlasen.“ Der neue Standort der SZ ist noch offen.

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