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Einen tollen Nachmittag haben der Kinder- und Jugendchor gemeinsam mit Lehrern und Musikern der Kreismusikschule und den beiden Initiatoren Margit Sarholz und Werner Meierdem Publikum in der Stadthalle beschert.

Sternschnuppe in der Stadthalle

Alte Lieder klingen neu

Erding - Das Sternschnuppe-Duo gab mit Chor und Musikern der Kreismusikschule am Sonntagnachmittag ein vergnügliches Konzert in der fast ausverkauften Stadthalle.

Fröhliches Kindergeschrei im großen Saal der Stadthalle Erding: Für Margit Sarholz und Werner Meier aus Ottenhofen war es ein Heimspiel, und sie brachten mit den Kindern und ihren großen Begleitern den Saal fast restlos voll.

„Sternschnuppe“ nennt sich der Verlag, den die beiden Ottenhofener gegründet haben, und der wiederum hat sich ein großartiges Projekt vorgenommen: Mit sieben Musikschulen bayernweit Kinderlieder auf bayerisch, eben für bayerische Kinder, aufzunehmen. Was Margit Sarholz andernorts widerfahren ist, blieb ihr in Erding erspart. „Ja, so etwas (bayerische Lieder) haben wir schon einmal gehört“, zitierte sie in glockenreinem Hochdeutsch einen Musikschulleiter. Da ist Bernd Scheumaier aus anderem Holz geschnitzt, und so kam das phantastische Konzert zustande: Lehrer der KMS, mit Scheumaier an der Spitze, unterstützt vom Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Angelika Obermaier, sorgten für überbordende Fröhlichkeit in der Halle. Schon beim ersten Lied klatschten und sangen die Kinder mit.

Die Stimmung war großartig. Daran änderte auch die angeschlagene Stimme von Margit Sarholz („Reden geht grad noch, singen geht gar nicht!“) nichts. Sie übernahm die Moderation des Nachmittags und befand: „Die alten Lieder klingen manchmal neu.“ Das ist aber auch der intensiven Probenarbeit geschuldet. Angelika Obermaier verriet der Heimatzeitung in der Pause, dass nicht nur jede Woche, sondern auch noch zwei Mal mit allen Musikern geübt worden sei, um den Auftritt zu bewältigen. Das hat sich gelohnt.

Jonas Heid stach als Solist hervor und erhielt stürmischen Zwischenapplaus. Die Leistung gerade der Kinder auf der Bühne war gewaltig: Es ist eine Konzentrationsübung, so sauber den Zwiefachen „Leitl müaßts lustig sei“ hinzukriegen. Gleich daraufstand „Drunt in der greana Au“ stand auf dem Programm – mit allen Strophen. Die Kinder auf der Bühne schafften das reibungslos, und wenn der Applaus der Lohn der Musikanten ist, dann sind diese Kinder als Millionäre von der Bühne gegangen.

Nach der Pause wurden die Lieder etwas neuer, lustiger: „Servus, I bin da Osterhas“ gehört genau wie „Heit stelln ma an Maibaum auf“ zu den Produktionen der Ottenhofener und damit zu dem neuen Liedmaterial, das in die Liedblätter des bayerischen Landesvereins für Heimatpflege vielleicht auch mal Eingang findet.

Klaus Kuhn

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