Bluttat: Mehrere Menschen in Finnland niedergestochen

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Die Arbeiten an der Alten Römerstraße in Langengeisling sind in vollem Gange. Sie haben sich um einige Zeit verzögert. 

Alte Römerstraße in Langengeisling 

„Es ist eine Flickerei und bleibt eine“

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Nach einer über halbjährigen Verzögerung und doppelt so hohen Kosten als geplant geht es nun voran mit Fußgängerüberweg und Fahrradstreifen an der Alten Römerstraße in Langengeisling. Volle Begeisterung herrscht im Ort deswegen aber nicht.

Langengeisling – Es hat nochmal etwas länger gedauert als gedacht. Im Planungs- und Bauausschuss des Erdinger Stadtrats hatte Tiefbauamtsleiter Harald Woellert Ende Juni verkündet, dass in der folgenden Woche, ab dem 3. Juli, der Zebrastreifen auf der Alten Römerstraße in Langengeisling vollendet werden würde. Daraufhin sollte auch der rote Fahrradschutzstreifen auf den Asphalt gemalt werden. Aufgrund von Personalmangel bei der mit den Arbeiten beauftragten Firma Strabag aus Landshut hat sich das Ganze aber um weitere zwei Wochen verzögert. Seit Montag wird zumindest am Fußgängerüberweg gewerkelt.

Die Firma habe kurzfristig „überall Zusatzaufträge“ erhalten, weswegen ein Personalengpass entstanden sei, erklärt Woellert. Die neuerliche Verzögerung sei etwas ganz Normales. „Bei uns sieht man das halt. Wenn ein Elektriker drei Wochen lang nicht kommt, sieht man das nicht. Unser Baugeschäft ändert sich täglich“, sagt er.

Nun aber sollen die Arbeiten unter anderem an den 1,2 Kilometer langen Radstreifen anlaufen, die laut ursprünglicher Planung eigentlich schon Ende des vergangenen Jahres hätten abgeschlossen sein sollen. Da sich der Untergrund der Alten Römerstraße aber als noch maroder als erwartet herausgestellt hatte, fiel wesentlich mehr Arbeit an. Unter dem Asphalt, im Bereich der Gehsteige und Bordsteine, mussten zahlreiche aufwändige Sanierungen durchgeführt werden. Wie berichtet, waren deswegen auch die Kosten aus dem Ruder gelaufen – von ursprünglich geplanten 227 000 auf 439 000 Euro.

Woellert schätzt, dass das Facelifting für die viel befahrene Straße drei bis vier Wochen in Anspruch nehmen wird. Zunächst wird der Fußgängerüberweg vervollständigt, dann folgen die Bordsteine und Gehwege. Alles soll barrierefrei werden. „Zum Schluss kommt der Markierer“, sagt Woellert.

Geislings Ortssprecher Max Tauber macht keinen Hehl daraus, dass sich seine Mitbürger schon auf den Fahrradstreifen freuen, auch wenn es lange gedauert habe und doppelt so hohe Kosten angefallen seien. „Der Radlweg ist nicht schlecht“, sagt der Landwirt. Denn dann kann auf beiden Seiten der Straße nicht mehr geparkt werden. Momentan stünden dort vor allem Autos von Mietern, die weiter entfernt wohnen. „Oder der Paketservice. Der gehört da eh nicht hin“, findet Tauber. Für die Anwohner entsteht ihm zufolge also kein Nachteil wegen der wegfallenden Parkplätze.

Trotzdem ist der Ortssprecher auch skeptisch: „Der Radstreifen vermittelt eine Sicherheit, die der Radfahrer vielleicht nicht hat.“ Wenn sich etwa zwei Laster entgegenkämen, müssten diese aus Platzgründen auf den Weg für die Radfahrer ausweichen. So könnte es zu Kollisionen mit den Radlern kommen.

So mancher Bürger stört sich auch an dem Flickerlteppich, der durch die punktuellen Arbeiten über die Jahre entstanden ist. Ganz ohne Ruckeln fährt es sich nicht gerade über die Alte Römerstraße. „Lieber hätte man gleich alles gscheit gemacht“, findet Tauber. „Es ist eine Flickerei und bleibt eine Flickerei.“ Klar seien immer wieder einzelne Stellen verbessert worden, beispielsweise auch die Gullydeckel angehoben worden. „Aber die Frage ist halt, wie lang das hält. Warten wir noch ein, zwei Winter, dann bricht der Gehsteig weg.“

Auch den Standort des neuen Fußgängerüberwegs, der sich am Anger befindet, sieht Tauber kritisch. „Er wäre bei der Bäckerei Fleck besser gewesen. Dort ist der meiste Fußgängerverkehr. Da ist er aber angeblich zu nah dran am Zebrastreifen an der Kirche.“

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