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Bäume und Sträucher großflächig umschneiden lässt die Stadt am Kronthaler Weiher. Auch das Schlittenbergerl ist davon betroffen. Es muss für Parkplätze weichen. Zudem wird die Straße In der Melkstatt nach Süden verlegt. 

Am Kronthaler Weiher 

Fast 300 neue Parkplätze und eine verlegte Straße

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Mit Argusaugen verfolgen einige Anwohner in der Freisinger Siedlung die Rodungsarbeiten, die gerade auf dem Parkplatzgelände des Kronthaler Weihers und dem Schlittenbergerl im Gange sind. Die Bäume und Sträucher müssen weg, um Platz für weitere Stellplätze dort zu schaffen.

Erding– Im Zuge dieser Arbeiten wird auch die Straße An der Melkstatt,die aktuell noch zwischen Parkplatz und Liegewiese verläuft, nach Süden Richtung Wohnbebauung verlegt. Die Stadt setze hier lediglich den rechtsgültigen und im Stadtrat einstimmig beschlossenen Bebauungsplan um, erklärte Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) dazu am Dienstag in der Stadtratssitzung.

Dort hatte Petra Bauernfeind (Freie Wähler) das Thema zur Sprache gebracht. Sie sagte, die Anwohner seien irritiert, dass die Straße jetzt schon verlegt werde. Sie seien, wie Bauernfeind auch, der Ansicht gewesen, dies geschehe erst, wenn die Nordumfahrung fertig ist, um vor allem die Bewohner der Josef-Herz-Straße nicht noch stärker dem Schwerlastverkehr des benachbarten Kieswerks auszusetzen.

Gotz erwiderte, es gebe weder eine schriftliche, noch sonstige Zusage diesbezüglich. „Man muss genau differenzieren“, erklärte er: „Wir haben darüber gesprochen, dass wir, wenn die Nordumfahrung in Betrieb ist, beraten, ob wir die Straße In den Hacken absperren.“ Dann nämlich könnten die Kieslaster direkt gen Norden fahren und müssten nicht mehr durch die Freisinger Siedlung. Diese Option war auch deshalb diskutiert worden, um den Durchgangsverkehr von und nach Langengeisling auszubremsen. Eine Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

Gotz nannte es „einmal mehr eine bittere Erkenntnis, dass die Einwendungen kommen, sobald die Umsetzung einer beschlossenen Maßnahme beginnt“. Auch einige kritische Rückmeldungen von Bürgern verärgern ihn. Ein Anwohner habe ihm geschrieben und sich auch im Namen seines dreijährigen Sohnes für die Zerstörung des kleinen Schlittenberges bedankt. Künftig müsse die Familie mit dem Auto zum Schlittenberg in der Nähe von Pretzen fahren. Gotz sagte, man wolle für die Kinder wieder eine Schlittenfahrmöglichkeit erreichen.

Wenn die Rodungsarbeiten abgeschlossen sind, beginnt die Anlage der Parkplätze. „Im Sommer sollen sie fertig sein“, sagte Stadtsprecher Christian Wanninger auf Anfrage. Die Kosten seien noch unklar, denn die Arbeiten seien noch nicht ausgeschrieben. Fest steht allerdings, dass zu den aktuell 415 Parkplätzen am Kronthaler Weiher mindestens 237 weitere hinzukommen. Je nach Anordnung der Senkrechtparker könnten es auch bis zu 300 sein.

Diese werden im Sommer sicherlich alle belegt sein. Schon im vergangenen Jahr, als das neu gestaltete Freizeitgelände wiedereröffnet wurde, war der Andrang von Erholungssuchenden und Badegästen riesig. Viele von ihnen stellten ihre Autos entlang der Zufahrtsstraßen im Halteverbot ab und behinderten so Einsatzwagen von Rettungskräften und Feuerwehr. Zwischenzeitlich ließ die Stadt einige Falschparker abschleppen (wir berichteten).   

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