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Die Krönungszeremonie: Gaudihalber erhielt der neue Direktor Jens Baumgärtel (l.) Krone, Schild, Mantel und einen roten Korrekturstift in Übergröße von den Lehrern Nina Kruber, Ben Zillner und Susanne Burgholzer (v. r.).

Amtseinführung von Direktor Jens Baumgärtel 

Der neue Boss der FOS/BOS

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Seit Dezember ist er in Erding. Nun wurde Jens Baumgärtel offiziell als Leiter der Beruflichen Oberschule (FOS/BOS) eingeführt. Lehrer, Schüler und Eltern sind froh, dass die Vakanz vorbei ist. Der Festakt verströmte Harmonie.

Erding – Am Schluss der zweistündigen Einführungs-Zeremonie für den neuen FOS/BOS-Oberstudiendirektor Jens Baumgärtel wurde es humorvoll. Die Lehrer SusanneBurgholzer, Nina Kruber und Ben Zillner krönten ihren Chef und statteten ihn mit königlichen Insignien aus. Kruber meinte: „Wer hätte gedacht, dass wir mal Sehnsucht nach unserem Chef hätten?“ Gelächter im Saal und der Abschluss einer harmonischen Veranstaltung, zu der Baumgärtel seine Frau Simone und seine Töchter Hannah und Svenja mitgebracht hatte.

Den offiziellen Teil vollzog Gottfried Wengel von der Ministerialbeauftragtenstelle Ostbayern. Er war sechs Jahre lang Baumgärtels Vorgänger am Irlanger gewesen. Wengel erinnerte an die verschlungenen Pfade, auf denen der Oberfranke nach Erding gekommen war. Bekanntlich war aus dem ursprünglichen Startermin zu Schuljahresbeginn nichts geworden, weil ein unterlegener Mitarbeiter geklagt hatte – erfolglos (wir berichteten). Erst im Dezember klappte es dann. Wengel sagte, dass die Situation an der FOS/BOS keine einfache gewesen sei. Die Schulleitung sei an der Belastungsgrenze gewesen, zumal auch der Stellvertreter Erding verlassen hatte. Dieter Link, Chef der benachbarten Berufsschule, war zeitweise für gleich drei Einrichtungen verantwortlich. Allein an der FOS/BOS unterrichten 80 Lehrer rund 1000 Schüler.

Wengel machte aber auch deutlich, dass sich das Warten auf Baumgärtel gelohnt habe. Die Vita des 42-Jährigen ist in der Tat vielseitig. Nach dem Abitur 1995 in Hof mit der Note 1,0 ging er zunächst zur Luftwaffe, ehe er Wirtschaftspädagogik studierte. Nach dem Referendariat in Nürnberg, Erlangen und Hof wechselte er an die FOS/BOS Hof, wo er nur drei Jahre später kommissarisches Mitglied der erweiterten Schulleitung wurde. Weitere Stationen waren 2009 das Kultusministerium und 2012 die Staatskanzlei. 2014 ging Baumgärtel als stellvertretender Schulleiter zur FOS/BOS Holzkirchen.

Landrat Martin Bayerstorfer machte dem Neuankömmling die Schule schmackhaft. „Unsere FOS/BOS hat sich prächtig entwickelt. Sie erfährt nach wie vor großen Zulauf und ist trotz großzügiger Planung vor 15 Jahren eigentlich schon wieder zu klein. Sein Ebersberger Kollege Robert Niedergesäß – der Nachbarlandkreis ist mit 30 Prozent an der Erdinger Schule beteiligt – freute sich, „dass Baumgärtel im schönen Kreis Ebersberg wohnt“.

Erdings Vize-Bürgermeister Ludwig Kirmair wies auf den enormen Erfolg dieser Schulart hin. Jeder zweite Hochschulberechtigte komme heute über die Realschule und die FOS/BOS.

Baumgärtel selbst sprach von „Freude, Dankbarkeit, aber auch Respekt“. Kompetenz und Teamgeist der Schulfamilie habe er schon kennenlernen dürfen. Das Klima sei bestens.

Der Oberstudiendirektor versprach, die Schule weiterzuentwickeln. So peilt er eine vierte Fachrichtung an, zu der er sich aber noch nicht äußern wollte. Auch die digitale Ausstattung will er verbessern. „Dafür ist ein Medienkonzept in Arbeit.“ Und er begrüßte die Einführung von Wahlpflichtfächern in der zwölften Klasse, die den Schülern die Möglichkeit gebe, ihre Neigungen und Talente stärker einzubringen.

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