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In dieser Kaserne im Berchtesgadener Land war der 28 Jahre alte Zeitsoldat stationiert. Jetzt wird er von der Staatsanwaltschaft Landshut gesucht.

Angebliche Vergewaltigung immer unwahrscheinlicher – Strafzahlung

Soldat versetzt Staatsanwalt

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Der fahnenflüchtige Soldat, der behauptet hat, im Warteraum Asyl im Fliegerhorst Erding sei 2015 ein 14 Jahre altes Mädchen von mehreren Flüchtlingen vergewaltigt worden, macht es den Ermittlern weiter schwer.

Erding - Der 28-Jährige entzieht sich nach wie vor der Vernehmung durch die Kripo Erding beziehungsweise die Staatsanwaltschaft Landshut. Nun wird erwogen, den „Zeugen durch die Polizei zur Vernehmung vorführen zu lassen“, berichtet Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch auf Anfrage unserer Zeitung.

Wie berichtet, war der 28 Jahre alte Zeitsoldat aus Nordrhein-Westfalen in der Gebirgsjäger-Kaserne in Bischofswiesen (Kreis Berchtesgadener Land) stationiert. 2015 wurde er in den Wartraum Asyl abkommandiert. Dort will er die Mehrfachvergewaltigung eines Kindes mitbekommen haben.

Unter anderem dieses Erlebnis und der Umgang seiner Vorgesetzten damit, habe ihn so traumatisiert, dass er fahnenflüchtig geworden sei.

So sagte er es zumindest voriges Jahr vor dem Amtsgericht Laufen aus, vor das er wegen unerlaubten Fernbleibens von der Truppe gestellt worden war. Das Gericht schenkte dem Hinweis kaum Beachtung. Er wurde verurteilt.

Durch einen Bericht unserer Zeitung über den Prozess bekamen die Ermittler in Erding und Landshut Wind von dem Fall. Sie begannen damit, das angebliche Sexualverbrechen aufzuklären. Immer mehr spricht dafür, dass sich der Soldat die Geschichte zum Selbstschutz erdacht hat.

Erst verweigerte er die Aussage mit dem Hinweis, er habe keine Sprecherlaubnis der Bundeswehr. Laut Steinkraus-Koch liegt die längst vor. Der Gebirgsjäger wurde für den 5. Mai als Zeuge vorgeladen, erschien aber nicht – unentschuldigt. Daraufhin wurde ein Ordnungsgeld gegen ihn verhängt. Später meldete er sich telefonisch und sagte, er sei in Behandlung gewesen.

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