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Die Angst vor der Mauer

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Langengeisling in der Sackgasse: So könnte es aussehen, wenn die S-Bahn nicht im Tunnel fährt: eine Lärmschutzwand und ein Wendehammer an der Alten Römerstraße. „Wie in der DDR“, hieß es aus dem Publikum.  Montage: Peter Topf
Langengeisling in der Sackgasse: So könnte es aussehen, wenn die S-Bahn nicht im Tunnel fährt: eine Lärmschutzwand und ein Wendehammer an der Alten Römerstraße. „Wie in der DDR“, hieß es aus dem Publikum. Montage: Peter Topf

Langengeisling - Sackgassen und Mauern drohen Langengeisling, wenn die Bahntrasse oberirdisch gebaut wird. Im Wirtschaftsministerium werde diese „Horrorplanung“ favorisiert, sagte Winfried Busch.

„Das ist kein Radlweg“, warnte Winfried Busch, Vorsitzender der Bürgerinitiative Bahntunnel Erding, am Donnerstagabend im Sportheim in Langengeisling. „Und es ist ein offenes Geheimnis, dass auf der Strecke auch ICE fahren sollen.“ Wenn die Bahngleise in Erding nicht im Tunnel oder zumindest im Trog liegen, also die „Horrorplanung“, die im Bayerischen Wirtschaftsministerium immer noch die Vorzugsplanung sei, realisiert werde, „dann steckt Langengeisling tatsächlich in der Sackgasse“, ergänzte Martin Neumaier.

Er zeigte anhand von Luftbildern und Fotomontagen den gut 50 Gästen im Sportheim, „welche Frechheit“ sich das Wirtschaftsministerium traue, den Langengeislingern anzubieten: Die Alte Römerstraße als Sackgasse mit zwei Wendehammern beiderseits der S-Bahn, ein steiler Hügel, den die Schulkinder jeden Tag zu bewältigen hätten und Lärmschutzwände, die zu niedrig und obendrein „greislig“ seien.

„Wie greislig soll unser Erding denn noch werden“, hieß es darauf aus dem Publikum und: „Die Stadt muss ihre Maximalforderung klar formulieren.“ Dazu sagte Bürgermeister Max Gotz: „Der Schulterschluss in Erding ist unverrückbar.“ Die Stadt beharre darauf, dass die Bahnstrecke im Tunnel laufen müsse. Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmair sagte: „Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht als Stadt und Bürgerinitiative auseinanderdividieren lassen.“ Helene Barth von der Bürgerinitiative ergänzte: „Im Wirtschaftsministerium wurde sehr genau nachgefragt, wie es mit der Akzeptanz in der Bevölkerung aussieht. Darum müssen wir alle zusammenstehen.“ (fx)

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