Ein Blech voller Spritzgebäck hält Bäckermeister Rainer Fleck in seinen Händen. foto: Huber

Plätzchenzeit in Erdings Backstuben 

Von Anisleiberln bis Zimtsterne

Erding – Adventszeit ist Plätzchenzeit: Allerorts wird gebacken, was das Zeug hält. Viele setzen auf Bewährtes, andere probieren Neues aus. Ein Besuch in der Backstube.

Es duftet herrlich nach Vanille und Zimt. Auf dem Herd wird langsam Schokolade flüssig, auf der Arbeitsfläche daneben liegen Ausstecher in den verschiedensten Formen. Mitarbeiter rollen den Teig immer wieder neu aus, schieben die kleinen Köstlichkeiten blechweise in die großen Öfen. So geht es zu in Erdings Backstuben, wenn die Bäckereien mitten drin sind in der Plätzchenzeit. Doch welches Weihnachtsgebäck ist besonders beliebt? Mit was versüßen die Erdinger Bäckereien ihren Kunden die Adventszeit? Wir haben uns umgehört.

„Wir haben schon oft neue Sorten ausprobiert. Aber die, die es immer gibt, mögen unsere Kunden am liebsten“, sagt Quirin Brugger von Martin’s Backstube. Die Bäckerei mit Backstube und Hauptgeschäft in Dorfen setzt auf traditionelle Plätzchen wie Vanillekipferl, Spitzbuben, Zimtsterne oder Kokosmakronen. Und die scheinen anzukommen: 2000 Kilo Platzerl werden pro Jahr gebacken.

In der Erdinger Bäckerei Neumaier setzt man auf eine Mischung aus Althergebrachtem und Neuem. Bäckermeister Max Neumaier und sein Team fertigen 41 Sorten an. Sie legen viel Wert darauf, dass die Plätzchen klein sind, um so für eine große Auswahl auf den Tellern zu sorgen. Egal, ob mit Frucht oder Schokolade, mit Nüssen, Mokka oder Marzipan: Für jeden Geschmack ist was dabei. „Am besten gehen bei uns die Plätzchen, die die Leute zuhause nicht selbst machen können oder die sehr zeitaufwändig sind“, erzählt Neumaier – zum Beispiel Anisleiberl, Kirschtaler, Zitronenherzen und Cointreau-Monde. Ihm ist es wichtig, auf die Wünsche seiner Kunden einzugehen. Daher verwendet er beispielsweise veganen Honig oder fertigt alkoholfreie Stollen etwa für Muslime.

Die Bäckerei Fleck bleibt den klassischen Plätzchen treu und bietet verschiedene, traditionelle Varianten an. 15 Sorten werden in der Bäckerei liebevoll zubereitet und dann in Schalen, aber auch einzeln verkauft. „Etwas sehr Spezielles, was viele Menschen überhaupt nicht mehr kennen, sind unsere Springerle“, erzählt Inhaber Rainer Fleck. „Sie werden aus Eiern, Zucker, Anis und Mehl gebacken und kommen bei Liebhabern sehr gut an – trotz der Härte, die sie mit der Zeit erhalten.“

Vanessa Huber

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