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In einer kleinen Feierstunde wurde die Urkunde symbolisch übergeben. Im Bild (v.l.): Gertrud Eichinger, Carina Bischke, Magdalena Polanska und Lejla Besirovic vom AK Fairtrade, Direktorin Helma Wenzl, Anna Kraus, Sarah Puthiamparampil und Mia Grotenhuis vom AK sowie Ludwig Kirmair.

Anne-Frank-Gymnasium

Fairtrade-Pioniere mit ungebrochenem Elan

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Das Anne-Frank-Gymnasium wird zum zweiten Mal als Fairtrade-Schule zertifiziert. Unter anderem ist eine Modenschau mit gerecht gehandelten Produkten geplant.

ErdingBereits vor zwei Jahren wurde das Anne-Frank-Gymnasium Erding offiziell als Fairtrade-Schule ausgezeichnet. Seit dieser Zeit haben sich Schüler, Lehrer und Eltern noch mehr ins Zeug gelegt, um das Konzept des fairen und nachhaltigen Handels zu stärken. Die Früchte dafür gab es am Donnerstag. In einer kleinen Feierstunde übergab Erdings Fairtrade-Referentin Carina Bischke symbolisch eine Urkunde an Schulleiterin Helma Wenzl und fünf Mädchen des Arbeitskreises Fairtrade.

Als Ehrengäste waren Erdings Zweiter Bürgermeister Ludwig Kirmair sowie die Dritte Landrätin Gertrud Eichinger gekommen. Kirmair betonte in einer kurzen Rede, dass das Anne-Frank-Gymnasium als erste Fairtrade-Schule in Erding und im Landkreis Pionierarbeit geleistet habe. Die Schüler würden als Kunden mithelfen, durch bewusstes Einkaufen den Handel zu animieren, fair gehandelte Produkte anzubieten. „Es sind nicht nur die Entscheidungen großer Konzerne, auch das Verhalten der Konsumenten kann viel bewirken“, sagte Kirmair.

Die Schüler bieten unter anderem einmal im Monat in Absprache mit der Kantine einen Pausenverkauf von Fairtrade-Produkten an, darüber hinaus läuft im Lehrerzimmer nur fair gehandelter Kaffee durch die Maschine. Eichinger lobte die Ausdauer, mit der die Ideen vorangetrieben werden. Das Projekt werde nach der Pensionierung von Gründerin Petra Schiebe von Monika Erber mit dem gleichen Elan fortgesetzt, lobte Eichinger.

Fünf Siebtklässlerinnen stellten sich und den Arbeitskreis Fairtrade kurz vor. Für die Zukunft haben sich die jungen Leute viel vorgenommen, so sollen unter anderem Schüler als Fairtrade-Botschafter ausgebildet werden. Auch eine Modenschau mit gerecht gehandelten Produkten steht auf dem Plan.

Laut Carina Bischke gibt es in Deutschland 371 Fairtrade-Schulen. In Bayern liegen derzeit 180 Bewerbungen vor, von diesen Einrichtungen werden 129 bis zu den Sommerferien das Zertifikat bekommen. Damit wird der Vorreiter Nordrhein-Westfalen getoppt. Im Landkreis tragen neben dem AFG noch die Mädchenrealschule Heilig Blut und die Montessori-Schule Aufkirchen das Fairtrade-Logo. Doch: „Der Landkreis ist groß genug, da können sich gern noch mehr auf den Weg machen“, wünschte sich Bischke.

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