Bundesverteidigungsministerin von der Leyen in Illkirch
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In dieser Kaserne bei Straßburg war Franco A. stationiert. Hier fiel niemandem auf, dass er sich als syrischer Flüchtling tarnte, um in Deutschland einen Anschlag zu planen. Eine Zeit lebte er in Erding und in Kirchberg.

Als Flüchtling getarnt

Anschlag geplant? Soldat vor Gericht

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt beginnt demnächst ein Prozess gegen einen mutmaßlichen Rechtsterroristen.  Bei seiner Ergreifung spielt Erding eine entscheidende Rolle.

Erding/Frankfurt – Er gab sich als syrischer Flüchtling aus und lebte im Frühjahr 2017 in zwei Asylbewerberunterkünften in Kirchberg und Erding. Doch hinter der Fassade steckte Franco A, ein Rechtsradikaler aus Offenbach, der bei der Bundeswehr war.

Auf die Spur gekommen waren ihm die Ermittler unter anderem, indem sie die Daten des Kommunalpasses auswerteten, das bargeldlose Bezahlsystem des Landkreises Erding. Franco A. steht im Verdacht, in Deutschland einen Terroranschlag geplant zu haben. Am Flughafen Wien war er auf dubiose Weise an eine Waffe gekommen. Es sollte so aussehen, als ob ein Flüchtling den Anschlag verübt.

Nun wird Franco A. der Prozess gemacht. Eine Sprecherin des Oberlandesgerichts Frankfurt teilte am Dienstag mit, die Anklage wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat sei vom Bundesgerichtshof zugelassen worden. Ein Termin stehe allerdings noch nicht fest. Dabei wird es auch um die Frage gehen, ob es Franco A. unter anderem auf Außenminister Heiko Maas und Bundestags-Vizepräsidentin Claudia Roth abgesehen hatte, wie aus Aufzeichnungen hervorgeht.  ham/dpa

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