Brexit: London und Brüssel sind sich einige über künftige Beziehungen

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Um eine Attraktion ärmer wird der Fasching ab 2018. Die Kinderparty auf dem Schrannenplatz wurde gestrichen. Der Kinderfasching der Narrhalla in der Stadthalle (unser Foto) ist davon unberührt.

Antrag für Rosenmontag auf dem Schrannenplatz

Kein Kinderfasching am Rosenmontag

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Ein einmaliges Ereignis bleibt der Kinderfasching am Rosenmontag auf dem Schrannenplatz. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss lehnte eine Neuauflage ab

Erding - Ein als erfahren und zuverlässig geltender Volksfestfierant hatte heuer am Rosenmontag einen Kinderfasching auf dem Schrannenplatz veranstaltet – mit Ausschank und diversen Darbietungen. Es gab keinerlei Kritik an dieser Premiere. Deswegen beantragte der Schausteller bei der Stadt die Neuauflage im Februar 2018 – wiederum mit Rahmenprogramm und Ausschank.

Im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Stadtrates erklärte Geschäftsleitender Beamter Reinhard Böhm, dass er die Veranstaltung durchaus für durchführbar erachte. Er regte angesichts des Witterungsrisikos und des vom Veranstalter selbst finanzierten Rahmenprogramm sogar an, die Genehmigungsgebühr möglichst gering zu halten – etwa 350 Euro. Böhm thematisierte aber auch Vorbehalte. Sie überzeugten schließlich die Stadträte. Er gab zu bedenken, dass die Stadt einem einzigen Anbieter einen öffentlichen Platz ohne Ausschreibung zur Verfügung stelle. „Es ist gut möglich, dass danach auch andere das machen wollen. Dann haben wir ein Problem“, so Böhm. Außerdem wies er darauf hin, dass jede Sondernutzung des Schrannenplatzes eine Belastung für die Anwohner darstelle.

Auch OB Max Gotz (CSU) reagierte skeptisch. Er sah Probleme aufziehen, wenn andere Anbieter das gleiche Recht einforderten. Rainer Mehringer (FW) sagte, dass im dicht gedrängten Faschingskalender der Rosenmontag zwischen Narrenschranne am Sonntag und Moosgeister-Treiben am Dienstag immer eine Gelegenheit zum Luftholen gewesen sei. Das habe sich bewährt. Helga Stieglmeier (Grüne) fragte: „Muss man immer alles kommerzialisieren?“ Gerade für Kinder gebe es im Fasching doch zahlreiche Angebote – in Kindergärten, Schulen, Kirchen und Vereinen.

Gotz wies auf die Lärmbelastung der Anwohner hin. „Ich erinnere an die Einigung mit den Nachbarn des Schrannenplatzes, dass wir keine zusätzlichen Veranstaltungen mehr erlauben.“ Wenn dieses Versprechen gebrochen werde, „könnte unser gesamter Festkalender in der Altstadt ins Rutschen geraten“. Er gab auch zu bedenken, dass eine regelmäßige Nutzung des Schrannenplatzes am Rosenmontag die Narrhalla in Bedrängnis bringen könnte, wenn diese immer am selben Tag alles abbauen müsste. „Das tut sie in der Regel auch, aber es gibt Ausnahmen.“

Mit großer Mehrheit lehnten die Stadträte im Ausschuss schließlich den Kinderfasching ab.

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