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Steigt in der AWO auf: Die Ottenhofener Bürgermeisterin Nicole Schley.

Erstmals Doppelspitze – Wahl am 24. April – Kinderarmut Schwerpunkt

Arbeiterwohlfahrt: Schley wird Landeschefin

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Nicole Schley soll neue Landesvorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Bayern werden.

Ottenhofen – Die Bürgermeisterin von Ottenhofen und SPD-Kreisrätin folgt auf den scheidenden Thomas Beyer. Allerdings nicht alleine, sondern erstmals in einer Doppelspitze mit Stefan Wolfshörndl aus Würzburg. Seit 2016 ist Schley Bezirksvorsitzende, dieses Amt will sie behalten. Der Landesvorstand hat Schley und Wolfshörndl einstimmig nominiert, ihre Wahl am 24. April gilt als Formsache.

Schley übernimmt eine mächtige Organisation: Die AWO in Bayern zählt 60 000 Mitglieder und beschäftigt über 33 000 Mitarbeiter. Darüber hinaus engagieren sich mehr als 13 500 Menschen ehrenamtlich in verschiedenen sozialen Bereichen. In über 1900 Einrichtungen und Diensten ist die AWO aktiv.

Schley ist studierte Politologin und möchte in dem Ehrenamt auf ihre frühere hauptberufliche Tätigkeit zurückgreifen – Politikberatung. „Der Landesverband hat keine eigenen Einrichtungen, sondern ist in erster Linie für die Mitglieder und die Interessensvertretung da“, erklärt Schley. Sie werde die neue Aufgabe nutzen, um mit anderen gesellschaftlichen und sozialen Gruppen, vor allem aber mit Parlamentariern und Ministern in Kontakt zu kommen, um sie für soziale Belange zu sensibilisieren.

Ein besonderes Anliegen ist der künftigen Landeschefin die Bekämpfung der Kinderarmut. „Hier muss deutlich mehr gemacht werden. Und dass es Programme gibt, mit denen man etwas bewegen kann, macht uns Österreich vor“, so Schley. Aber auch die Zukunft der Pflege treibt sie um, ebenso die Frage, wie man mehr Menschen in soziale Berufe wie Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen bringen kann.

Schley will sich vor allem um den südbayerischen Raum kümmern, ihr Kollege Wolfshörndl um den nördlichen. Den Bezirksvorsitz möchte sie auch deshalb behalten, „weil mich die Aufgabe erfüllt und ich für dieses Amt brenne“.  ham

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