2123 Landkreisbürger waren im Dezember arbeitslos.
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2123 Landkreisbürger waren im Dezember arbeitslos.

Im Landkreis waren im Dezember 2123 Menschen ohne Job – Quote bei 2,6 Prozent

Arbeitsmarkt: 2. Lockdown in Erding noch nicht spürbar

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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2123 Menschen waren im Dezember im Landkreis Erding arbeitslos gemeldet. Die Quote liegt bei 2,6 Prozent. Dabei ist der 2. Corona-Lockdown noch nicht berücksichtigt. Das wird sich im Januar ändern.

Erding – Der regionale Arbeitsmarkt präsentierte sich zum Jahresausklang vergleichsweise robust. Das teilt die Agentur für Arbeit Freising mit und meldet für Dezember in den Landkreisen Erding, Freising, Dachau und Ebersberg 9673 Arbeitslose. Die Quote bleibt damit im Vergleich zum November unverändert bei 2,6 Prozent. Im Landkreis Erding sind derzeit 2123 Menschen ohne Job.

„Zum Winterbeginn konnten wir bereits einige Arbeitslosmeldungen aus den witterungsabhängigen Branchen verzeichnen. In den Außenberufen wurde teilweise nur noch eingeschränkt gearbeitet,“ erklärt Agentur-Chef Nikolaus Windisch. Darüber hinaus habe sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen aber erfreulich aufnahmefähig gezeigt. 1001 Frauen und Männer aus den vier Landkreisen konnten eine neue Arbeitsstelle finden. Das seien 192 Personen mehr gewesen als im Dezember 2019.

Wichtig dabei zu wissen: Der statistische Zähltag für die Dezember-Daten war der 10. Dezember 2020. Das heißt: „Die Auswirkungen der seit 16. Dezember geltenden verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie (zweiter Lockdown) auf den Arbeitsmarkt werden in den Zahlen noch nicht abgebildet“, so Windisch.

Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Erding stieg im Dezember 2020 im Vergleich zum Vormonat um 47 Personen auf 2123 Frauen und Männer an. Auf die Arbeitslosenquote hatte dies keinen Einfluss: Diese lag im Dezember wie im Vormonat bei 2,5 Prozent. Im Dezember 2019 hatte sie nur 1,7 Prozent betragen. Die Werte sind in allen vier Landkreisen ähnlich: In Ebersberg liegt die Quote bei 2,4, in Freising und Dachau bei 2,7 Prozent.

Im Dezember meldeten die Erdinger Unternehmen dem Arbeitgeber-Service 113 neue Stellenangebote, 67 weniger als noch im November. Damit waren im Dezember 638 bei der Arbeitsagentur Erding gemeldete Stellen vakant.

Windisch blickt auch auf die Entwicklung der Kurzarbeit im Landkreis zurück. Zu Beginn der Pandemie im vergangenen März sei in 450 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet worden. Davon waren rund 4900 Frauen und Männer betroffen. Einen vorläufigen Höchststand erreichte die Zahl der Kurzarbeitenden während des ersten Lockdowns im April. Damals wurde in 876 Betrieben tatsächlich kurzgearbeitet. Insgesamt waren 11 872 Mitarbeiter betroffen. Im Sommer waren es noch 8833 Beschäftigte in 530 Betrieben.

Auf das gesamte Jahr gerechnet, waren im Landkreis Erding 2020 durchschnittlich monatlich 2082 Männer und Frauen auf der Suche nach einem neuen Job, 588 Personen mehr als 2019, so Windisch. Dies entspricht einem Anstieg um fast 40 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag 2020 durchschnittlich bei 2,5 Prozent, 2019 waren es nur 1,8 Prozent.

Auch die Nachfrage nach Personal brach im Corona-Jahr ein: Von Januar bis Dezember meldeten die Arbeitgeber der Region der Arbeitsagentur 1808 zu besetzende Stellen, 2019 waren es noch 2484 gewesen. Dies entspricht einem Rückgang von rund 27,2 Prozent.

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