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Engagiert : Den AVE führen Harald Krause, Christine Koller, Rudi Koller und Rolf Böker. Stadtrat und Wahlleiter Rainer Mehringer gratulierte (v. l.). 

Archäologischer Verein Erding

Harald Krause bleibt an der Spitze

Der Archäologische Verein Erding (AVE) bastelt weiter an seiner Erfolgsgeschichte. Auf 154 Mitglieder ist der erst vor knapp sieben Jahren gegründete Verein inzwischen angewachsen. Harald Krause bleibt auch die nächsten drei Jahre Vorsitzender.

Erding – Als vielseitig ausgerichtetes Netzwerk für die archäologische Wissensbündelung im Landkreis sieht sich der Archäologische Verein Erding (AVE). Dieses Netzwerk wird eine fast unveränderte Vorstandsriege in den kommenden drei Jahren führen. In der Mitgliederversammlung am Montagabend im Museum Erding wurde Harald Krause von den 39 Stimmberechtigten im Amt bestätigt. Sein Stellvertreter ist Rolf Böker. Der bisherige Amtsinhaber Renan Glas hatte sich nicht mehr zur Verfügung gestellt. Um die Finanzen kümmert sich weiterhin Christine Koller. Die Schreibarbeiten erledigt Rudi Koller. Die Wahlen hatte Stadtrat Rainer Mehringer geleitet. Zuvor war die alte Vorstandsriege einstimmig entlastet worden.

Als Fachbeiräte engagieren sich Mathias Ulrich (gelebte Geschichte), Thomas Vogel (Römerdarstellung), Johannes Goldes (Schmiedekunst und Bronzeguss), Stefan Kluthe (Luftbildfotografie und Luftbildarchäologie), Susanne Brudermüller (Textilarchäologie) und Alexandra Kummer (Restaurierung).

Je acht Vorträge, Exkursionen und Sonderveranstaltungen hatte der AVE 2016 angeboten. Böker ließ das vergangene Jahr Revue passieren. Der Neujahrsempfang, eine Grenzwanderung in Burgrain oder der Besuch des KZ-Außenlagers Mettenheim bei Mühldorf gehörten ebenso dazu wie ein Reisebericht aus der Mongolei, eine Erdausgrabung in Wartenberg oder ein Vortrag zum Thema „Die Anfänge der Stadt Erding in neuem Licht“. Unterwegs waren die Mitglieder auch bei einer Radtour mit der Römer-App, die Schüler des Anne-Frank-Gymnasiums Erding entwickelt hatten.

Stark machen will sich Mitglied Petra Thalmeier gegen Raubgräber und Sondengeher und plant dagegen eine langfristige Initiative. Beim AVE stieß die Münchnerin auf offene Ohren. Sie möchte gegen die Zerstörung von Bodendenkmälern ankämpfen, entsprechende Stellen fotografieren und diese auf einer separaten Internetseite veröffentlichen. Dass Sondengehen zu einem Volkssport verkommen ist und dabei auch Raubbau an archäologischen Stätten betrieben wird, bestätigte Martin Pietsch vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Als Beispiel führte er ein großes Grabhügelfeld in Wippenhausen (Kreis Freising) an, das davon sehr betroffen sei.

Die diesjährige Studienreise führt den AVE im September nach Baden-Württemberg und Hessen. Aber auch auf lokaler Ebene ist einiges geboten. So findet am Montag, 27. März, ein Vortrag zum Thema „Von den Römern zu den Bayern – Zur Kontinuität von der Spätantike zum frühen Mittelalter in Ostbayern“ statt. Beginn ist um 20 Uhr im Museum Erding. Und was vor 767 in Langenpreising geschah, darüber spricht Krause am Mittwoch, 5. April, um 19 Uhr beim Oberwirt in Langenpreising. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.archaeologischer-verein-erding.de.


von Daniela Oldach

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