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Rudi Koller ist stolzer Träger des Archäologiepreises. 

Archäologischer Verein

Preis für das Urgestein

Erding – Er ist ein solches Urgestein im Verein, dass man ihn fast schon als Fossil bezeichnen müsste: Rudi Koller aus Bockhorn (60) ist der neue Archäologiepreisträger des Archäologischen Vereins Erding. Johannes Goldes hat die Anstecknadel, die an ein prähistorisches Schmuckstück erinnert, geschaffen. Verliehen wurde die Auszeichnung beim Archäologischen Neujahrsempfang im Museum Erding.

Koller ist Gründungsmitglied des Vereins. In seiner Laudatio nannte Vorsitzender Harald Krause Vorträge, Publikationen, Exkursionen, Wanderungen, Schulungen und sogar Reiseveranstaltungen, die auf das Konto Kollers gehen. Koller zeigte sich überrascht und meinte: „Ich bin fast sprachlos.“ Er erinnerte daran, dass er eigentlich gar keinen Verein habe gründen wollen, sondern erst einmal die Meinung vertreten habe: „Nicht noch ein Verein.“ Da kam Heiterkeit auf in der großen Runde.

Es sei ihm immer darauf angekommen, „Netzwerke zu schaffen“, sagte er. Das sei weit besser gelungen, als er gehofft habe. „Die Außenwirkung ist viel größer, als wir uns das selber zugetraut haben“, stellte er weiter fest. Koller ist selbst ein „Netzwerker“, denn seine erste Publikation war im Zusammenhang mit dem Historischen Verein Erding entstanden und befasste sich mit den „obertägigen Bodendenkmälern im Landkreis Erding.“ Dafür erhielt er den Forscherpreis des Vereins. Sein Schwerpunkt liegt in der Bildungsarbeit, deutete er an: „Ich möchte die Menschen dorthin bringen, wo sie noch etwas erkennen können.“ Und weiter: „Es geht darum, das publik zu machen, Bewusstsein zu schaffen.“

Dass in Bockhorn die Grundstückseigentümer bereit sind, Hinweistafeln auf ihren Flächen zuzulassen, nannte er einen schönen Erfolg. Jetzt sollten diese Denkmäler aber auch noch in die Fremdenverkehrsunterlagen des Kreises einfließen: „Das wäre ein schönes Ziel.“ Gefragt, was er schon alles veröffentlicht habe, musste der Preisträger erst einmal nachdenken, und dann zählte er auf: zwei Publikationen mit dem Historischen Verein, eine für Bockhorn, eine für Grünbach und dann regelmäßige Beiträge in den Heften des Archäologischen Vereins.

klk

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