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Ernste Mienen gab es bei den Innenstadt-Händlern und Gastronomen beim gut besuchten Ardeo-Treffen im Erdinger Weißbräu.

Verkaufsoffene Sonntage 

Ardeo ringt um den Kindertag

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Erding – Die Händler-Interessengemeinschaft Ardeo hat eine letzte Chance, ihren verkaufsoffenen Sonntag am 10. April genehmigt zu bekommen. Bis zum morgigen Freitag will sie einen Antrag mit Event-Vorschlägen für einen tollen Kindertag im Rathaus einreichen. Am Mittwoch dann könnte der Stadtrat entscheiden.

Ein Kleintierzirkus mit Hühnern und Schweinen am Rätschenbach und ein Bastelstand mit Schoko-Knete an der Langen Zeile: Das waren zwei Vorschläge, wie die Innenstadt-Händler den Kindertag am 10. April attraktiver gestalten wollen. Sie wurden am Dienstagabend beim Treffen gemacht, zu dem die Interessengemeinschaft Ardeo eingeladen hatte. Rund 30 Geschäftsleute und Gastronomen, OB Max Gotz und Wirtschaftsreferent Rainer Mehringer waren in den Erdinger Weißbräu gekommen.

Es war eine Veranstaltung, die wachrütteln und zusammenschweißen sollte. Mit eindringlichen Worten schilderte Ardeo-Vorsitzender Dieter Gerlspeck die Bedeutung der verkaufsoffenen Sonntage für die Geschäfte und warb um Unterstützung. Er betonte, Ardeo wolle am ersten Termin, 10. April, mit dem großen Kinderflohmarkt festhalten. „Wir wollen weiter sagen: Wir putzen uns raus.“

Genau dieses Rausputzen hatte OB Max Gotz und dem Stadtrat in den vergangenen Jahren gefehlt. Wie berichtet, hat er für heuer erst einen von vier möglichen verkaufsoffenen Sonntagen genehmigt, nämlich den am 5. Juni unter dem Motto Fairtrade. Ardeo kämpft nun darum, dass die Geschäfte auch am 10. April zum großen Kinderflohmarkt in der Innenstadt öffnen dürfen. Dies geht rein rechtlich nur, wenn es der Flohmarkt und das Rahmenprogramm als besonderer Anlass notwendig machen, dass die Geschäfte zur Versorgung der Besuchermassen öffnen.

Gerlspeck wollte keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, sondern erfahren, welche Aktionen die einzelnen Geschäfte planen, „dass der Tag attraktiver wird als in den letzten Jahren“. Schließlich sollten die Besucher nach Hause gehen und sagen: „Mei, war des ein schöner Tag in Erding.“

Hugo Gruber jun. unterstrich die Bedeutung der verkaufsoffenen Sonntage für das Gewandhaus. „Der Umsatz passiert nur bei diesem Event. Viele Kunden kommen nur da nach Erding.“ Er schlug als Attraktion den Kleintierzirkus vor. Kinderschminken biete man eh bei jedem verkaufsoffenen Sonntag an. „Wir sind offen für alles, damit es für die Kinder ein kleines Volksfest wird“, sagte Gruber.

OB Gotz betonte: „Wir wollen niemandem die wirtschaftlichen Räume einengen. Sie haben einen sehr wohlgesonnenen Stadtrat.“ Allerdings wolle er wachrütteln: „Ich sehe, dass immer nur die Gleichen Aktivität entwickeln. Es müssen mehr mitarbeiten. Ardeo braucht eine breitere Mannschaft, die an einem Strang zieht und ein verlässlicher Ansprechpartner ist.“ Gotz monierte, dass seit Jahren keine Anträge von Ardeo oder den Gewerbegebieten für die verkaufsoffenen Sonntage im Rathaus eingegangen seien. Die Stadtverwaltung habe quasi von sich aus gehandelt.

Am Rande der Versammlung war zu erfahren, dass es noch nie einen förmlichen Antrag von Ardeo gegeben hat, sondern die Vorgehensweise bislang in unkomplizierter Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing abgestimmt war. Dazu gehörte auch, die Termine für die verkaufsoffenen Sonntage Monate vorher zu besprechen und festzulegen. Apropos Termine: Gerlspeck kündigte an, dass die beiden verkaufsoffenen Sonntage im Herbst zum Kirta-Markt Mitte Oktober und zum Kathreinmarkt Mitte November stattfinden sollen.

Bis zum morgigen Freitag will Ardeo die Ideen zum Kindertag sammeln und einen Antrag im Rathaus abgeben. Diesen könnte der Stadtrat nächsten Mittwoch in seiner Sitzung als zusätzlichen Tagesordnungspunkt beraten, stellte Gotz in Aussicht.

Gabi Zierz

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