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Völlig überplant werden soll das Gebiet rund um den Edekamarkt an der Ardeostraße. Der bestehende Markt soll abgerissen werden.

Außerdem soll ein Hotel entstehen

Ardeostraße: Edeka soll deutlich größerem Neubau weichen

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Der Edeka an der Ardeostraße soll einem deutlich größeren Neubau weichen. Zudem ist ein Hotel geplant. Erdings Stadträte sind davon begeistert.

Altenerding – Altenerding wird sein Gesicht in den nächsten Jahren drastisch verändern – wenn das Gebiet Haager Straße-Ost zwischen Ardeostraße und Ludwig-Simmet-Anger bebaut wird und bis zu 1600 Menschen eine neue Heimat bietet. In diesem Kontext steht eine tief greifende städtebauliche Veränderung im Süden dieses Baugebiets an. Dafür stellte der Strukturausschuss des Stadtrats am Dienstag die ersten Weichen – mit einem neuen Bebauungsplan.

Die Eigentümer wollen den Edeka-Markt an der Ardeostraße mit seinen 800 Quadratmetern Verkaufsfläche abreißen und durch einen Neubau mit 1200 Quadratmetern ersetzen. Auf der derzeit von einer hohen Hecke abgeschirmten unbebauten Fläche östlich des Edeka-Parkplatzes planen Investoren ein Hotel. Dieses könnte nach Angaben von Lolita Liening vom Stadtplanungsamt teils auch über dem Markt entstehen. OB Max Gotz (CSU) sagte, es könne sich um einen Supermarkt, aber auch um mehrere Shops unter einem Dach handeln. Beides ermögliche der Bebauungsplan.

In diesem Zuge soll auch die Verkehrsführung geändert werden, denn schon heute kommen die Kunden oft nur unter großen Schwierigkeiten vom Gelände, das nach dem Umbau deutlich mehr Stellplätze aufweisen muss.

Stephan Treffler (ÖDP) war der Einzige, der Bedenken vorbrachte. Ihm erschienen 1200 Quadratmeter Verkaufsfläche überdimensioniert. Gotz erwiderte: „Für kleinere Flächen finden Sie niemanden, der sie betreibt.“ Er wies nicht nur auf die zentrale Versorgungsfunktion des Supermarkts hin, sondern auch auf die Bebauung der Haager Straße-Ost. Dazu merkte Stadtbaumeister Sebastian Henrich an: „Im Neubaugebiet wollen wir bewusst weder Tankstelle noch Supermarkt mit eigener Zufahrt zur B 388 zulassen.“ Gotz musste aber zugeben, dass es während Abriss und Neubau keine Einkaufsmöglichkeit geben könnte. „Denkbar ist aber auch ein abschnittsweiser Wandel, so dass es immer ein Angebot gibt.“

Mehrere Stadträte, darunter Hans Balbach, Hans Egger (Erding Jetzt), Burkhard Köppen (CSU) und Jutta Harrer (SPD) begrüßten die Aufwertung. Der Edeka übernehme eine wichtige Versorgerfunktion. Köppen erklärte: „Erding hat auf jeden Fall Bedarf an weiteren Hotelbetten.“

Harrer äußerte jedoch die Sorge, „dass wir das jetzt planen, und es am Ende doch keinen neuen Markt gibt, so wie wir es mit Rewe an der Freisinger Straße erleben mussten“. Gotz sagte, das sei möglich. Allerdings sei der Anstoß für den neuen Bebauungsplan für ein Sondergebiet vom Eigentümer gekommen. Ob wieder Edeka zum Zuge kommt, konnte Gotz noch nicht sagen. Die Aufstellung des Bebauungsplans wurde einstimmig beschlossen. HANS MORITZ

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