Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk des Duos Telmo Miel aus den Niederlanden aus. 
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Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk des Duos Telmo Miel aus den Niederlanden aus. 
Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk der Ate Crew aus. 
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Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk der Ate Crew aus. 
Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk von Georgia Hill aus Australien aus. 
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Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk von Georgia Hill aus Australien aus. 
Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk von Zoer aus Frankreich aus. 
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Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk von Zoer aus Frankreich aus. 
Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk von Mr. Woodland aus Walpertskirchen aus. 
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Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Erdinger beim Artding-Festival erwartet: So sieht ein Werk von Mr. Woodland aus Walpertskirchen aus. 

Mural-Art-Festival von 10. bis 16. Juni

Artding in Klettham: Diese Künstler sind dabei

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Internationale Größen der Street-Art-Szene kommen in der ersten Pfingstferienwoche nach Erding, um riesige Fassaden in Kunstwerke zu verwandeln. Artding, das erste Mural-Art-Festival in Erding, steigt von 10. bis 16. Juni in Klettham.

Klettham– Für Daniel Westermeier alias Mr. Woodland geht ein Traum in Erfüllung: Nach zweijähriger Planung und mit finanzieller Unterstützung der Stadt Erding sowie des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt „ist es endlich gelungen, ein Festival für Erding zu schaffen, das hochwertige urbane Kunst greifbar macht“: Artding steigt von 10. bis 16. Juni in Klettham.

Wie er bei den Fans die Spannung hochhält, weiß der Walpertskirchener. In den sozialen Medien hat er peu à peu nur die nackten Fassaden gepostet, denen die Künstler ein neues Gesicht verpassen werden. Dann erst rückte er mit Namen heraus – ebenfalls häppchenweise.

Sich selbst nannte Westermeier zuletzt. Er wird eine Doppelwand am Dr.-Ulrich-Weg 1 gestalten. Anfangen will er bereits vor Beginn des Festivals, damit die ersten Gäste schon was zu sehen bekommen. Zur Spraydose wird Westermeier dabei übrigens nur teilweise greifen. „Wir sind alle keine Sprayer. Die Dose ist für uns ein Werkzeug, aber keine Definierung des Stils.“ Er selbst nehme stets das Hilfsmittel, das sich für das gewünschte Ergebnis am besten eignet – Pinsel und Sprühdose, aber auch Besen und Spachtel können da zum Einsatz kommen.

Von den Gastkünstlern nutzt nur die Ate Crew aus Würzburg noch manchmal sie Spraydose. „Die anderen malen alle mit Pinsel, das hat mit Graffiti nichts zu tun“, stellt Westermeier klar.

Ate Crew – das sind zwei junge Männer aus Würzburg, deren Werke comichaft-illustrativ daher kommen. „Sie bringen Ausdruck und Emotionen mit wenig Strichen und ohne große Effekte rüber“, sagt Westermeier. An der Stefanstraße 17 werden sie „eine hübsche Frau malen, mit Blumen im Haar, die in der Abendstimmung über Wald- und Wiesenwege wandelt. Es wird sehr romantisch“, verrät Westermeier. Die anderen Motive sollen noch ein Geheimnis bleiben.

Alle Entwürfe sind aber mit der Stadt abgesprochen. „Mir war wichtig, dass die Künstler ihr Ding machen dürfen“, sagt Westermeier. Einzige Auflage: keine Politik, keine Gewalt, keine sexuellen Inhalte – Themen, die bei den fünf Artists ohnehin keine Rolle spielen.

Eine bunte Mischung aus Realismus und Abstraktion liefert das Duo Telmo Miel aus den Niederlanden, das an der Franzensbader Straße 6 aktiv wird. „Ich bin super stolz, dass sie kommen. Sie sind meiner Meinung nach in der Szene derzeit mit die Besten“, schwärmt Westermeier. „Qualität, Ausdruck und Komposition sind immer on point.“

Ins Schwärmen gerät er auch bei Zoer aus Frankreich: „Er transportiert viel Stimmung und Atmosphäre in seinen Bildern.“ Große Galerien stellen seine Werke aus, seine Wandgemälde schmücken Mega-Städte wie Hongkong oder Moskau – und bald die Fassade an der Gießereistraße 1. „Das ist schon ein kleiner Ritterschlag für Erding“, meint Westermeier.

Einen „rising star“ der Szene nennt er Georgia Hill, die eigens aus Australien anreist und die Riverastraße 4 verschönern wird. Sie hat bereits große Werbekampagnen etwa für Google oder Nike gestaltet, in Deutschland bisher aber noch kein Bild gemacht. „Ihr erstes deutsches Werk wird also in Erding sein.“ Die Australierin malt grafisch und in Schwarz-Weiß, spielt mit Illusionen und verschobenen Mustern.

Bei der Auswahl der Künstler sei ihm wichtig gewesen, verschiedene Stile zu bieten. Die Werke sollen so gestaltet sein, „dass auch jemand, der sich nicht mit Kunst beschäftigt, damit was anfangen kann“, sagt Westermeier.

Nicht nur zum Zuschauen, sondern auch zum Mitmachen ist am Freitag, 14. Juni, etwas geboten. Von 12 bis 15 Uhr organisiert Der Augsburger Graffiti-Verein Die Bunten an der Stefanstraße 15 ein Graffiti-Workshop für Jung und Alt an einer mobilen Wand. Thema ist die Zukunft Kletthams.

Wer während oder nach dem Festival die einzelnen Fassaden kennenlernen will, kann das bei einem Stadtteilspaziergang tun. Entsprechende Flyer liegen unter anderem im Rathaus und in der Stadtbücherei aus. Will man mehr zu Gemälden und Künstlern wissen, nimmt man an einer Street-Art-Safari teil, die Westermeier gemeinsam mit Buchautor Martin Arz aus München anbieten möchte. „Mit dem Radl geht’s von Wand zu Wand, dazu gibt’s die Infos“, erklärt Westermeier.

Er hofft, dass sein Festival zum Türöffner für weitere, regelmäßige Projekte wird. Sein Traum: eine kostenlose, jederzeit zugängliche Galerie im öffentlichen Raum, die stets erweitert wird. Dafür gebe es in Erding noch ausreichend passende Wände. „Ich freue mich sehr, dass das Festival steigt. Die Leute werden nicht enttäuscht sein“, verspricht Westermeier.

Artding Mural-Art-Festival

steigt von Montag, 10. Juni, bis Sonntag, 16. Juni, in Klettham. Alles zum Programm und den Künstlern steht im Internet in den Sozialen Medien und auf www.artding.de. Etwa zwei Wochen nach Ende wird dort einen Film über Artding zu sehen sein.

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