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Alle Augen auf Joachim Löw: Die Nomin ierung des WM-Kaders verfolgten Praktikantin Katarina Meiske sowie die Redakteure (v. l.) Dieter Priglmeir, Wolfgang Krzizok und Markus Schwarzkugler gespannt in der Redaktion. 

Der deutsche Kader für die Fußball-WM in Russland 

„Auf Neuer kannst du nicht verzichten“

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Fußball-Bundestrainer Joachim Löw hat gestern seinen vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft in Russland bekannt gegeben.

Erding – Für Florian Leininger, Torwart und Trainer beim Kreisligisten FC Lengdorf gab es „keine großen Überraschungen“. Dass Manuel Neuer mit dabei ist, findet Leininger in Ordnung. „Auch wenn er nicht eingesetzt werden kann, sollte er mit dabei sein, denn er ist ein wichtiger Spieler.“ Die anderen Torhüter Trapp, Leno und ter Stegen sind für ihn „in den letzten Jahren die Besten neben Neuer gewesen, auch wenn es der eine oder andere Bayern-Fan vielleicht nicht verstehen kann, warum Ulreich fehlt“. Dass Sandro Wagner nicht nominiert ist, bedauert der FCL-Coach, „denn das wäre halt ein andere Spielertyp gewesen“. Auch habe bei ihm die Leistung gestimmt, im Gegensatz zu Mario Götze.

Beim Thema Neuer und Boateng erinnert sich Markus Renner an die WM 2014. „Damals hat Löw auch die angeschlagenen Lahm und Schweinsteiger mitgenommen, und das Risiko hat sich ausgezahlt“, sagt der Trainer des Kreisklassisten SG Reichenkirchen. „Auf solche Säulen kannst du nicht verzichten und hoffst natürlich, dass sie fit werden.“ Bei den Stürmern glaubt er, dass Nils Petersen noch aus dem Aufgebot herausfällt: „Timo Werner ist der schnelle Mann, Mario Gomez der Stoßstürmer.“ Dass Marco Reuss im Aufgebot ist, freut Renner, der es aber schade findet, dass der Augsburger Philipp Max nicht berücksichtigt worden ist: „Der hätte es meiner Meinung nach verdient gehabt.“

„Löw hat ja eine große Auswahl“, weiß Rainer Schmidmüller, der allerdings ein Qualitätsproblem bei den Außenverteidigern sieht. „Er hat fünf Innenverteidiger nominiert, inklusive dem angeschlagenen Boateng“, sagt der Trainer des A-Klassisten FC Fraunberg. Da müsse der Bundestrainer unter Umständen auf den Außen experimentieren. „Aber vielleicht hat er ja Glück, das hat er ja schon öfter gehabt.“ Im Sturm sei es „g’hupft wia g’sprunga, ob Wagner oder Petersen, denn beide haben keine internationale Erfahrung“.

Den Wirbel über das Treffen von Ilkay Gündogan und Mesut Özil mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan kann Leininger nicht verstehen. „Das finde ich überhaupt nicht schlimm“, sagt er. „Das ist halt ihre politische Meinung und die sollen sie auch kundtun dürfen. Es muss ja nicht meine Meinung sein.“ Ähnlich sieht es Renner. „Wir kennen die Hintergründe nicht“, sagt der SGR-Coach. „Das sind Deutsch-Türken, die viel Verwandtschaft in der Türkei haben.“ Schmidmüller dagegen findet es „traurig, dass sich solche Leute für sowas hergeben“. Aber auch er schränkt ein: „Wir wissen nicht, was da tatsächlich dahintersteckt.“ 

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