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Starker Auftritt: Abiturientin Faith Anoff (r.) und die Jazzband des AFG unter Leitung von Gerhard Völkl. 
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Volles Haus am Freitagabend in der Stadthalle: 124 Abiturienten feierten mit Familien und Lehrern ihren Abschluss.

Abiturfeier am Anne-Frank-Gymnasium 

Auf dem Sprungbrett ins Leben

Erding - Einen starken Jahrgang hat das Anne-Frank-Gymnasium Erding verabschiedet. 124 Abiturienten erhielten am Freitagabend ihre Zeugnisse. Bei 46 von ihnen stand eine Eins vor dem Komma. Die Veranstaltung in der Stadthalle hatte viele Höhepunkte.

„Was immer du tun kannst oder träumst, es tun zu können, fang damit an. Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.“ Diese Worte des deutschen Schriftstellers Hermann Hesse gab Schulleiterin Helma Wenzl den 124 Abiturienten des Anne-Frank-Gymnasiums mit auf ihren neuen Lebensweg. Am Freitag betonte sie beim Abiball in der Stadthalle die Wichtigkeit von Mut, Optimismus und Selbstvertrauen, um eine erfolgreiche Zukunft gestalten zu können.

Warum man für diese die „Stadtentwicklung in Lateinamerika“ kennen müsse, bleibe jedoch ein Rätsel, merkte Manuel Weidler an. Zusammen mit David Vadasz führte er auf erfrischende Art durch die Veranstaltung. Mit einem zwinkernden Auge konstatierte Weidler: „Wir wissen, wir waren nicht immer einfach, aber jetzt sind sie uns los.“ Ganz so schlimm kann es nicht gewesen sein, denn durchweg positiv waren die Berichte von gemeinsamen Unterrichtsstunden und den Studienfahrten nach London, Wien, Kopenhagen und Budapest.

In ihrer Abiturrede lobten Faith Anoff und Stefan Ammer – in einem fiktiven Brief an Kultusminister Spaenle – ihren Deutschlehrer Alexander Geist sowie die Oberstufenkoordinatoren Alexander Wolf und Elisabeth Ringler. Und sie erinnerten an einen Höhepunkt der zwei vergangenen Jahre: An den Tag, an dem Deutschlehrer Hermann Reinhard enthusiastisch in die Schule gekommen sei und erst dort bemerkt habe, dass ein Feiertag war.

Neben den hervorragenden schulischen Leistungen – vier Absolventen erreichten die Bestnote 1,0, alle haben bestanden, 46 von ihnen mit einer Eins vor dem Komma, Gesamtnote 2,19 – stellte Wenzl auch Leistungen wie die Sportlichkeit und Musikalität des Jahrgangs heraus. Und sie ermunterte die Abiturienten: „Folgt euren inneren Überzeugungen und nutzt die Chancen, die das Leben euch bietet.“

Auch Umweltministerin Ulrike Scharf, Vize-Landrat Jakob Schwimmer und Vize- Bürgermeister Ludwig Kirmair wünschten den Abiturienten nur das Beste. Nun könnten sie „ihre Weichen neu stellen“ und „die Welt im Kleinen und Großen gestalten“, so Kirmair – selbst ehemaliger Lehrer. Scharf erinnerte sich noch gut an den Abiball ihres Sohnes, der wegen einer durchzechten Nacht des jungen Mannes zum Kraftakt wurde.

Die Jazzband unter der Leitung von Gerhard Völkl und das Schulorchester mit Dirigentin Sandra Högemann gestalteten den Abend musikalisch. Sie inszenierten bekannte Stücke wie das Hauptthema aus dem Film „Fluch der Karibik“. Manuel Weidler sang mit „Viva la Vida“ von Coldplay ein Lob auf das Leben. Faith Anoff füllte den Saal mit ihrer kraftvollen Stimme und sang „Someone Like You“ von Adele. Und eine kleine Gruppe um Maria Wolfram interpretierte „Shape Of You“ von Ed Sheeran.

Zum Schluss wurden die Höhepunkte der vergangenen beiden Jahre in Bildern gezeigt, während „Time To Say Goodbye“ erklang. „Ihr steht auf einem Sprungbrett und müsst euch jetzt trauen, den letzten Sprung zu wagen“, sagte Jakob Schwimmer, und Stefan Ammer führte das mit einem Zitat des Jedimeisters Yoda aus „Krieg der Sterne“ weiter: „Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“ (Alexander Lotz)

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