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Zieleinlauf in Weiden: Markus Kalb sicherte sich die Bronzemedaille bei den´deutschen Biathle-Meisterschaften. Zudem wurde der Athlet des TSV Erding dadurch Bayerischer Vizemeister. 

Ausdauersportler Markus Kalb

„Da kriegst du fast einen Herzinfarkt“

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Auch saukaltes Wasser kann Markus Kalb nicht stoppen. Die Bronzemedaille bei den deutschen Biathle-Meisterschaften war sein Saisonhöhepunkt. Jetzt macht er Pause, freut sich aber schon aufs nächste Trainingslager: in Dubai.

Erding – Man mag es kaum glauben, aber selbst so unruhige Geister wie der mehrfache Towerman-Champion Markus Kalb machen einmal eine Pause. Nach einer langen Saison, in der er mindestens viermal die Woche trainiert hat, hat der 38-jährige Ausdauersportler Radl und Laufschuhe eingemottet. Aber die Planungen laufen bereits für die neue Saison. Wir sprachen mit dem Elektroniker aus Erding.

- Herr Kalb, stimmt es, dass der schönste und der schlimmste Moment Ihrer Saison beim gleichen Wettkampf waren?

Kalb: Wenn Sie das 15 Grad kalte Wasser meinen, in das ich in Weiden springen musste, haben Sie Recht.

- Das war bei den deutschen Biathle-Meisterschaften in Weiden. Am Ende haben Sie Bronze gewonnen. Und Bayerischer Vizemeister sind Sie dadurch auch geworden. Ihr größter Erfolg heuer?

Kalb: Definitiv. Aber es war nicht leicht. Aufgrund der niedrigen Wassertemperaturen ist die Schwimmstrecke von 200 auf 50 Meter verkürzt worden. Da im Biathle ohne Neoprenanzug geschwommen wird, war’s dennoch heftig. Ganz ehrlich. Da kriegst du fast einen Herzinfarkt.

- Ist das nicht gefährlich für den Muskelapparat?

Kalb: Ja, das ist nicht zu unterschätzen. Vor der Schwimmdistanz musste ich erst 1600 Meter laufen und war entsprechend aufgeheizt. Und dann diese Kälte. Aber es ist ja gutgegangen.

-Ist das wirklich schön, wenn man nach dem Schwimmen mit Frostbeulen nochmals 1600 Meter Laufen vor sich hat?

Kalb: Die Frage stellt sich nicht. Ich kam als Vierter aus dem Wasser und habe die Verfolgung aufgenommen. Zum Glück konnte ich noch einen vor mir überholen.

- Mit einer Zeit von 11:38 Minuten wurden Sie hinter Christian Götz und Sascha Petermann Dritter. Es war nicht Ihr einziger Erfolg heuer.

Kalb: Ich habe den Fünf-Kilometer-Wettbewerb beim Erdinger Stadtlauf gewonnen und war der Schnellste meiner Altersklasse beim Stadttriathlon. Beides hat mich sehr gefreut, weil das die Wettbewerbe direkt vor meiner Haustür sind. Da will ich auch nächstes Jahr wieder dabei sein.

-Gibt’s sonst schon Pläne für die neue Saison?

Kalb: Am 26. Januar 2018 steigt in Dubai der Zehn-Kilometer-Lauf. Da war ich schon öfters dabei, und das will ich mir auch diesmal nicht entgehen lassen. Letztes Jahr wurde ich 86. unter 12 000 Teilnehmern. Ich bin halt lieber bei 30 Grad als bei minus zehn Grad unterwegs. Der Urlaub für das Rennen und das Trainingslager ist schon gebucht.

von Dieter Priglmeir

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