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Eröffneten die Ausstellung (v. l.): Martin Bayerstorfer, Artur Klein, Ludwig Kirmair und Josef Grundner. 

Ausstellung

Auswirkung des Ersten Weltkriegs

Vor 100 Jahren endete der Erste Weltkrieg. Eine Ausstellung zu diesem umfassenden Thema, kann im Landratsamt Erding besucht werden. 

ErdingEs war nicht nur „ein kleiner Ausflug nach Paris“, als im August 1914 der Erste Weltkrieg begann, erinnert Martin Bayerstorfer, als er die Ausstellung „14/18 Mitten in Europa“ im Foyer des Landratsamtes eröffnete. Der Mord an Großherzog Franz Ferdinand, dem österreichischen Thronfolger, war der Auslöser für den ersten weltumspannenden Krieg, bei dem Millionen von Menschen ihr Leben ließen.

Artur Klein, Bezirksgeschäftsführer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, bezeichnet den Krieg als „Urkatastrophe“, er war die Ausgangsbasis für Entwicklungen, die schließlich zum Zweiten Weltkrieg führten. Bis heute seien die Folgen des vier Jahre dauernden Krieges spürbar, viele aktuelle Geschehnisse seien ohne die Ereignisse des Ersten Weltkrieges nicht zu verstehen, erklärt Klein.

Die Ausstellung beschäftigt sich nicht nur mit der Westfront. „Wir haben versucht, eine gesamteuropäische Sicht einschließlich Ost- und Südosteuropas und der Ereignisse im Nahen Osten zu bekommen. Auch haben wir uns mit Themen wie den Genozid an den Armeniern auseinandergesetzt“, sagt Klein.

Die Präsentation wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge organisiert und umfassst sechs Themenkreise: Der politische Weg in den Krieg, die militärischen Ereignisse, das Schicksal der Soldaten und der Bevölkerung an der Heimatfront. Unter anderem beschäftigt sie sich auch mit dem Mittel der Propaganda und den Themen Antisemitismus und Kriegswirtschaft. Die Ausstellung ist bis Ende September geöffnet.

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