+
Der Farbe Grün widmet Elisabeth Lex (vorne) ihre Ausstellung im Erdinger Frauenkircherl. Bei der Vernissage hatten ihre „Kleinen Picassos“ einen großen Auftritt. Die Grundschulkinder präsentierten das Projekt, das sie mit der Künstlerin umgesetzt hatten. 

Ausstellung im Frauenkircherl

Geheimnisvolles in Grün

Erding - Noch bis Donnerstag, 12. Januar, stellt die Künstlerin Elisabeth Lex im Erdinger Frauenkircherl aus. „Grün“ lautete das Motto für ihre Bilder.

 „Grün“ – diese Farbe wurde zum Titel für die Ausstellung von Elisabeth Lex im Erdinger Frauenkircherl. Bei der Vernissage konnte man nur hin und wieder Blicke auf ihre Werke in facettenreichen Grünschattierungen erhaschen, so viele Besucher waren gekommen, um der Künstlerin die Ehre zu erweisen, die an diesem Tag auch ihren 69. Geburtstag feierte – der „magischen Zahl“ wegen, wie sie erzählte.

Zudem begeisterten die Grundschulkinder der Schule am Lodererplatz als „Kleine Picassos“ das Publikum mit ihrer Performance „Der grüne Teppich mit dem roten Punkt“. Sie gestalteten ein dekoratives Bodengemälde aus ihren kleinformatigen Arbeiten. Lex hatte dieses Projekt mit den Buben und Mädchen entwickelt. Schulleiterin Barbara Wolff begleitete die Kinder zur Vernissage, die zudem ein nettes Geburtstagsständchen zum Besten gaben.

Die Landschaften von Elisabeth Lex erzählen von der „Magie der Steine“ von „Seelenbäumen“ und „Lichtjägern“. Oberbürgermeister Max Gotz legte den Gästen einen Bilderrundgang ans Herz.

„Elisabeth Lex verbindet mit Grün Leben, Jugend, Natur, und sie ist mit wachen Augen in der Natur, im Wald, im Park spazieren gegangen, hat die Eindrücke, die sie dort staunend über die Vielfalt des Grüns empfangen hat, in gewohnt souveräner Weise zu Papier oder auf die Leinwand gebracht“, sagte Laudator Josef Erhard. Lex habe gekonnt experimentiert und hinter den manchmal abstrakten, oft überraschenden Strukturen wiederum erstaunlich Konkretes gefunden. Mit ihren Farbgebungen erziele sie „hochkomplexe Wirkungen und geheimnisvolle Kombinationen, die zum Verweilen vor dem Bild, zum Fantasieren und Nachdenken anregen.“ Der Laudator setzte sich auch mit der Farbbedeutung auseinander: „Grün war die Farbe des Lebens und des Wachstums von jeher.“ Erhard verwies aber auch auf die „gefährliche Seite der Farbe“. Vielleicht rühre die Redewendung „grün vor Neid“ oder das Wort „giftgrün“ daher, „dass in der Zeit, als man Farbe selbst ansetzte, praktisch alle Pigmente, mit denen man sattes Grün erzeugen konnte, hochgiftig waren“.

Für Elisabeth Lex spiegle sich in der Farbe „das Grün des Lebens, der Natur, des Waldes, der Wiesen, der Bäume und Pflanzen“. Erhard ging auf die „zweite große Leidenschaft“ der Landkreiskünstlerin ein: „die Techniken und Erfahrungen, die sie sich selbst erarbeitet hat, an andere weiterzugeben“. Passend zur Farbe spielte die Familie Schirmer Musik von der grünen Insel. Bilder und irische Klänge luden zu naturhaften Traumreisen ein.

Die Ausstellung ist noch bis einschließlich Donnerstag, 12. Januar, jeweils von 13 bis 18 Uhr zu sehen.

(vev)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Betrunkene will Polizist Maschinenpistole entreißen
Flughafen - Bei der Festnahme einer völlig betrunkenen Griechin ist es Sonntagnacht am Flughafen zu einer bedrohlichen Situation gekommen. Die Polizisten reagierten …
Betrunkene will Polizist Maschinenpistole entreißen
Vier Einbrüche an einem Tag
Landkreis - Sind im Landkreis wieder Serientäter unterwegs? Am Sonntag sind gleich vier Einbrüche verübt worden – in Altenerding – in Hörlkofen, Erding und Bockhorn. Das …
Vier Einbrüche an einem Tag
Kindesentführung am Münchner Flughafen vereitelt
Flughafen - Bundespolizisten am Flughafen München haben am Freitagnachmittag eine Kindesentführung vereitelt. Ein Vater wollte mit seiner fünfjährigen Tochter und seinem …
Kindesentführung am Münchner Flughafen vereitelt
Wagenlechner will Aktive besser würdigen
Dorfen - Feuerwehrreferent Josef Wagenlechner will einen neuen Anlauf starten. Ehrenamtliche Feuerwehrmitglieder sollen für ihren Dienst besser gewürdigt werden.
Wagenlechner will Aktive besser würdigen

Kommentare