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Mit Zeitungsannoncen sucht der AWO-Kreisverband nach Kita-Personal – mit ersten Erfolgen.

AWO-Haus in Altenerding 

Neues Personal: Kindergartengruppe gerettet

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Die Dschungelgruppe des Kinderhaus Hand in Hand der Arbeiterwohlfahrt wird vorerst nicht geschlossen. 

Erding – Im Kinderhaus Hand in Hand der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Altenerding muss nun doch keine Kindergartengruppe geschlossen werden. Die 17 betroffenen Mädchen und Buben können bleiben. Dem AWO-Kreisverband ist es gelungen, kurzfristig drei Fachkräfte zu engagieren.

Dieses Ergebnis gab Erdings AWO-Präsident Fritz Steinberger bei einem Elternabend in der von der Schließung bedrohten Dschungelgruppe am Dienstagabend bekannt. An der Veranstaltung, dessen Klima Besucher als angespannt und teilweise aggressiv beschreiben, nahmen auch Vertreter des Elternbeirats, der Stadt und des Landratsamts teil. Die Presse war unerwünscht. Nach Informationen unserer Zeitung sicherte Steinberger zu, dass der Fortbestand bis Dezember gesichert sei. Andere Besucher berichten von Aussagen, diese Lösung könne nur aufrecht erhalten werden, sofern es keine weiteren längeren Krankheitsfälle sowie mit Arbeitsverboten verbundene Schwangerschaften gibt.

Der Elternbeirat reagierte erleichtert. Vorsitzender Christoph Lotter erklärte: „Wir sind froh, dass die Gruppe nun doch nicht geschlossen wird. Das ist gerade für die Kinder die bestmögliche Lösung.“

Steinberger sagte unserer Zeitung, der AWO sei es gelungen, drei Erzieherinnen zu engagieren. Zwei kommen von anderen Einrichtungen der AWO-Oberbayern. Eine sei erst vor wenigen Tagen nach Erding gezogen. „Sie haben ordnungsgemäß bei ihrem bisherigen Arbeitgeber gekündigt, da es intern ein Abwerbeverbot gibt.“

Die Aufregung der vergangenen Tage kann er nicht nachvollziehen. „Es war niemals die Rede davon, nach der Auflösung der Gruppe die Betreuungsverträge für die 17 Kinder zu kündigen. Wir haben eine interne Umverteilung angestrebt.“ Das Auftreten des Elternbeirats, der sich massiv für den Erhalt eingesetzt und dafür am Freitag sogar öffentlich Flugblätter verteilt hatte, nannte er „für das gegenseitige Vertrauen nicht förderlich“.

Dabei legt Steinberger Wert auf die Feststellung, dass sich die AWO um das erforderliche Personal gekümmert habe. „Mit den vier Kräften, die der Elternbeirat als Ersatz genannt hat, ist kein Vertrag zustande gekommen. Wir haben mit zwei von ihnen geredet, eine Anstellung scheidet derzeit aber aus.“

Er betont, dass man unverschuldet in (Personal-)Not geraten sei – durch zwei Schwangerschaften und eine nicht angetretene Stelle.

Die Eltern wiederum erinnern daran, dass es ihr Vorschlag gewesen sei, AWO-intern auf Personalsuche zu gehen. Sie kritisieren die Informationspolitik des Sozialverbandes sowie des Kinderhauses und pochen darauf, künftig früher informiert, statt vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

Derweil sucht die AWO per Annoncen weiter Personal – für alle ihre Einrichtungen im Kreis Erding. 

Das Bayerische Fernsehen berichtet heute Abend um 20.15 Uhr in der Sendung quer über den Kindergarten-Streit.

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