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Sehr zufrieden mit dem Rotary-Projekt sind (v. l.) Klaus Zäpfel (Rotary), Veronika Kamm (Huber Technik), Otto Klug (Rotary), Auszubildende Hildegard Bombeccari, Karl Heinz Sporer (Rotary), Auszubildende Soukaina Jakal, Heidi Huber-Kamm (Huber Technik), Auszubildende Aura Florea, Nicola Ewald (Hotel Victory), Auszubildender Emiliano Beltrami, Jakob Schwimmer (stellvertretender Landrat), Gertrud Friess-Ott (Pflegedirektorin Klinikum Erding) und Michael Gügel (Leiter Bildungszentrum für Gesundheitsberufe).

Azubi-Projekt des Rotary Clubs Erding 

„Solche jungen Leute könnt ihr uns öfter bringen“

Ein erfolgreiches Projekt geht zu Ende: Die Rotarier haben junge Italiener für eine Ausbildung nach Erding geholt. 

Landkreis – Heimweh, eine neue Sprache, viele fremde Menschen: Diesen Herausforderungen stellten sich vier junge Menschen aus Italien, als sie 2015 nach Erding kamen, um hier ihre Ausbildung zu beginnen. Jetzt, gut drei Jahre später, stehen Hildegard Bombeccari, Soukaina Jakal, Aura Florea und Emiliano Beltrami kurz vor ihrem Abschluss.

Die Chance, nach Deutschland zu kommen, erhielten die vier Italiener im Zuge eines Projekts des Rotary Clubs zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit in Südeuropa. Leiter des Projekts ist Klaus Zäpfel, dem die vier Jugendlichen inzwischen richtig ans Herz gewachsen sind. Einmal im Jahr treffen sich alle Verantwortlichen mit den Azubis, um sich auszutauschen. Das letzte Treffen fand nun bei der Firma Huber Technik in Erding statt.

Und das nicht ohne Grund, denn die 22-jährige Hildegard Bombeccari macht dort eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement. „Am Anfang war es in der Arbeit nicht immer einfach“, erzählt die junge Frau. Vor allem Bayrisch sprechende Kunden am Telefon hätten ihr Probleme bereitet. Doch inzwischen hat sich die 22-Jährige gut eingelebt, wohnt während der Dauer ihrer Ausbildung bei einer älteren Dame in Zentrumsnähe. Nach ihrem Abschluss möchte Bombeccari gerne in Deutschland bleiben.

Auch Emiliano Beltrami fühlt sich in Erding und bei seiner Ausbildung als Koch im Hotel Victory Therme Erding wohl. „Ich fühle mich super integriert“, erzählt er schmunzelnd. Der 24-Jährige wohnt in einer der Personalwohnungen an der Therme und versteht sich gut mit seinen Kollegen, die für ihn inzwischen zu guten Freunden geworden seien. Beltrami weiß noch nicht, was er nach seinem Abschluss macht, doch eines ist sicher: „Mindestens Drei-Sterne-Koch“ möchte er werden.

Ebenfalls im Victory Hotel Therme Erding arbeitet die 22-jährige Soukaina Jakal, die eine Ausbildung zur Hotelfachfrau macht. Auch sie wohnt in den dortigen Personalunterkünften und hat großen Spaß an ihren Aufgaben. „In der ersten Woche in der Schule hab’ ich echt kein Wort verstanden“, erzählt sie. Inzwischen verstehe sie aber sogar schon ein wenig Bayrisch. In Italien fühle sie sich inzwischen nur noch wie im Urlaub, gibt Jakal zu. Deutschland sei für sie zu ihrer Heimat geworden. Und die Chancen, dass sie übernommen wird und hier bleiben kann, stehen nicht schlecht – wie bei den anderen jungen Leuten auch.

Die 23-jährige Aura Florea absolviert eine Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin am Klinikum Erding. „Ich liebe diesen Beruf“, erzählt die junge Frau strahlend, die nach Erding gekommen ist, um ihr theoretisches Wissen aus ihrem Studium in Italien praktisch anwenden zu können. Auch sie ist entschlossen, erst einmal in Deutschland zu bleiben.

Nicht nur die Auszubildenden sind dankbar für das Projekt, auch von der Unternehmerseite kommen nur positive Rückmeldungen. „Solche jungen Leute könnt ihr uns öfter bringen“, ist nur eine positive Rückmeldung, die Zäpfel erhielt.

Hannah Wolf

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