Lichte Schneise: Zwischen der Baustelle für das Betreute Wohnen (r.) und dem Stadtpark sind einige Bäume gefällt worden. Die Anwohner sind davon nicht begeistert.  foto: kressierer
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Lichte Schneise: Zwischen der Baustelle für das Betreute Wohnen (r.) und dem Stadtpark sind einige Bäume gefällt worden. Die Anwohner sind davon nicht begeistert. foto: kressierer

Bäume gefällt, Anwohner empört

Erding - Er ist die grüne Lunge Erdings und wird von seinen Anwohnern gehütet wie ein Augapfel: der Stadtpark. Da ist die Aufregung groß, wenn Bäume gefällt werden.

Ziemlich aufgebracht sind einige Anwohner am Erdinger Stadtpark, nachdem sie entdeckt haben, dass westlich der Baustelle für das Betreute Wohnen am Fischer’s Kreisaltenheim einige Bäume gefällt worden sind. Zwölf sollen es sein, deren Stämme mehr als 20 Zentimeter Durchmesser hatten: „Das kann man nachzählen“, erklärt ein Anlieger.

Matthias Vögele, Geschäftsführer der Fischer’s Wohltätigkeitsstiftung, kann die Aufregung nicht verstehen: „Dass 10 bis 15 Bäume gefällt wurden, ist absoluter Schwachsinn.“ Es seien lediglich vier gewesen, dies sei schon allein an den nur acht Kubikmetern Holz zu sehen, die dort noch lägen. Außerdem sei die Maßnahme, die eine Firma fachgerecht ausgeführt habe, mit der Stadt abgesprochen gewesen. Zwei Bäume hätten laut Vögele das Gebäude schädigen können, einer davon sei schräg gewachsen, der andere kaputt gewesen. Die beiden anderen seien nah am Haus gestanden und hätten es verschattet. Außerdem seien ständig die Blätter in die Dachrinne gefallen.

Unklar war zunächst, auf wessen Grund die Bäume standen: dem der Stadt oder der Stiftung. Stadtplaner Wilhelm Wagner brachte gestern Licht ins Dunkel. Alle Bäume seien auf Stiftungsgrund gestanden, auch wenn sie jenseits des Bauzaunes lagen, betonte er. Vor gut fünf Jahren habe die Stadt den Streifen an die Stiftung verkauft. Schon damals war klar, dass dort einmal gebaut wird. Für die Aktion selbst gebe es eine Baugenehmigung des Landratsamtes, die das Fällen von sechs Nadelgehölzen und einen Kronenzuschnitt an sechs Laubbäumen erlaube, so Wagner.

Von einem Kronenzuschnitt haben die Anwohner nichts gesehen, vielmehr seien die Laubbäume - meist Eschen - gleich ganz gefällt worden, so ihr Vorwurf. Vögele hält dem entgegen: „Es ist nicht mehr geschnitten worden, als genehmigt war.“ (zie)

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