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Es tut sich was am Stadtwehr: Der Bypass von der Sempt in den Fehlbach ist bereits fertig (M.). Im Moment wird der Beton eines der beiden Wehrfelder saniert (l.). Hochdruckstrahler entfernen den porösen Beton, ehe neuer aufgetragen wird. 2017 wird das zweite Wehrfeld in Angriff genommen.  

Stadtwehr zwischen Sempt und Fehlbach

Wo die Bauarbeiter Tauchanzüge tragen

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Erding - Die Sanierung des Erdinger Stadtwehrs, das nördlich des Parks Sempt und Fehlbach trennt, sind in vollem Gange.  Ein Baustellenbericht.

Die Erneuerung des in Fließrichtung rechten Wehrfeldes wird noch heuer abgeschlossen. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläutert Dr. Stefan Fach vom Wasserwirtschaftsamt München den Baufortschritt.

Seinen Worten zufolge wurde im Juli der Bypass von der Sempt in den Fehlbach gelegt. „Eines Tages werden hier 650 Liter pro Sekunde abgegeben – und zwar nicht lärmintensiv über die Wehrklappen, sondern geräuscharm durch das unterirdisch verlegte Rohr“, so Fach. Der Strahl erreiche den Fehlbach unterhalb des Wasserspiegels.

Ebenfalls im Juli, so der Wasserbauer weiter, seien Revisionsverschlüsse gesetzt worden. „Die benötigen wir, um die Wehre erneuern zu können.“ Dazu habe man Taucher eingesetzt. Aktuell wird das rechte Wehrfeld saniert, inklusive des Ausbaus der stählernen Klappe Anfang August. Diese Woche sind Arbeiter dabei, den Beton zu sanieren. „Hier wird mit Hochdruckstrahlern gearbeitet, die die porösen Stellen aus dem Beton herauslösen, ehe neuer aufgetragen wird. Um in diesem Bereich arbeiten zu können, erläutert Fach, sei der Bereich unterhalb des Wehrs aufgeschüttet worden. Insgesamt sei der Wasserstand künstlich abgesenkt.

In den kommenden Wochen beginnen die Arbeiter mit der Sanierung des Tosbeckens, wiederum mit Unterstützung von Tauchern. Fach geht davon aus, „dass wir hier noch auf Kriegsschäden, so genannte Fehlstellen, in Folge der Bombardierung Erdings am Ende des Zweiten Weltkriegs stoßen werden“.

Das linke Wehrfeld wird Anfang 2017 angepackt. Die Arbeiten werden sich weit ins neue Jahr hineinziehen. Bislang war von 1,7 Millionen Euro Kosten die Rede. Das wird nicht reichen. „Der Sanierungsbedarf der alten Anlage ist höher als erwartet“, sagt Fach.

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