Wetterdienst warnt: Extremwetterlage rund um München

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Großes Publikum bei niedrigen Temperaturen: Das mittelalterliche Treiben musste dem Wetter Tribut zollen. Mehr Bilder vom dreitägigen Spektakel auf unserer Homepage.

Bauernhausmuseum

Mittelaltermarkt trotzt dem Regen

Erding - Das Wetter spielte dem Erdinger Mittelaltermarkt heuer einen üblen Streich. Die Veranstalter sind dennoch einigermaßen zufrieden.

Das Leben im Mittelalter war hart: Keine vernünftigen Betten, mit dem Heizen war das so eine Sache, und überhaupt war der Schutz vor den Unbilden der Witterung zweifelhaft. Selbst die härtesten Mittelalter-Fans, die da über das Wochenende auf dem Gelände des Freilicht-Museums zusammen gekommen waren, hatten arge Probleme, vor allem am Samstag, wo es den ganzen Tag über nicht aufgehört hatte zu regnen.

Zauberer „Magicus Solvius“ aus Freising, der am Freitag noch ein gewaltiges Publikum gehabt hatte, verzichtete nach Rücksprache mit dem Veranstalter am Samstag auf seinen Auftritt.

Das großartige Fest mit unzähligen Gruppen und Ständen, Künstlern und Handwerkern hatte sich dabei am Freitag richtig gut angelassen. Der Bauernmarkt hatte sich im Eingangsbereich eingerichtet, die Direktvermarkter freuten sich natürlich über den zusätzlichen Besuch. Dahinter ging es gleich los: Die Veranstalter hatten die alten Häuser, die das Museum bilden, liebevoll in das Marktgeschehen integriert. Die Gastronomie war auf dem zentralen Platz untergebracht

. Das Museum will der Konzeption zufolge das 18. Jahrhundert vorstellen, die Zeitstellung passte also nicht ganz. Das störte aber die Besucher nicht.

Ulrich Steinhauser alias Der Schirrmeister hatte aber noch ein anderes Problem: Die Vorträge im Rahmen der Sonderausstellung zum 30-jährigen Krieg konnten erst am Sonntag stattfinden, weil der Referent beruflich verhindert war (Bericht folgt).

Vor allem für Kinder war eine Menge geboten: Sie konnten sich im Schießen mit Armbrust oder Pfeil und Bogen üben, aber auch versuchen, Ritter aus den Fenstern einer Burg heraus zu schießen. Friedlicher war das Angebot an einem anderen Stand, wo sich Kinder im Filzen üben konnten. Ob Puppenspieler oder besagter Zauberer, sie waren auch für die Großen da.

Steinhauser war am Sonntag-Mittag dennoch nicht so ganz unzufrieden. „Unterm Strich hatten wir wohl die Besucherzahlen der Vorjahre, aber nur, weil es der beste Freitag überhaupt war.“ Am Samstag habe man erst gar keinen Eintritt verlangt, weil nicht sicher gewesen sei, dass überhaupt etwas stattfinden könne. Der Sonntag dagegen habe eine gewisse Erholung gebracht. Da gab es dann auch die angekündigten Vorträge für die mit Musketen- und Kanonenschüsse geworben wurde.

Bilder vom historischen Mittelaltermarkt in Erding

Bilder vom historischen Mittelaltermarkt in Erding

Klaus Kuhn

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