Baugebiet Südlicher Thermengarten 

„Kampfmittel verzögern Planungsablauf nicht“

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Bezahlbarer Wohnraum ist in Erding Mangelware. Die Stadt hat südlich des Thermengartens zwischen Sigwolfstraße und Itzlinger Friedhof ein Baugebiet ausgewiesen, das ein wenig Abhilfe schaffen soll.

Erding– Bezahlbarer Wohnraum ist in Erding Mangelware. Die Stadt hat südlich des Thermengartens zwischen Sigwolfstraße und Itzlinger Friedhof ein Baugebiet ausgewiesen, das ein wenig Abhilfe schaffen soll. Für den westlichen Teil des Areals, der der Stadt gehört, laufen die Planungen seit Sommer 2016. Doch erst Ende dieses Jahres wird es wohl losgehen. Dies wurde im Stadtrat deutlich.

Auf Anfrage von Horst Schmidt (SPD) ließ Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) den Planungsstand bekannt geben. Alexandra Weichenrieder vom Stadtbauamt erklärte, was bislang gemacht wurde und was noch ansteht. Dazu gehören ein Verkehrs- und Bodengutachten, eine Besonnungs- und Verschattungsstudie, ein Grünordnungsplan, eine schalltechnische Untersuchung. Dafür zeichnen verschiedene Fachbüros verantwortlich.

Auch die Auswertung von Luftbildern, die in ein Gutachten einflossen, gehört dazu. Demnach besteht Kampfmittelverdacht. Es können also Fliegerbomben dort liegen. Deshalb seien weitere technische Erkundungsmaßnahmen durchzuführen, so Weichenrieder. Sie würden mit den archäologischen Untersuchungen voraussichtlich im April beginnen.

Über den Kampfmittelverdacht wunderte sich Burkhard Köppen (CSU). Schließlich werde der Grund dort seit Jahrzehnten landwirtschaftlich genutzt. „Und hier geht es um Bomben und Granaten.“ Dass erst im April genau nachgeschaut wird, erstaunte ihn. „Wir scharren dort doch mit den Füßen.“

Gotz bremste Köppen ein und verwies auf die Sorgfaltspflicht, die die Stadt auch bei den archäologischen Untersuchungen habe. „Wir können nicht einfach drüber hobeln. Schneller geht’s wahrlich nicht.“

Stadtbaumeister Sebastian Henrich sah die Kampfmittel „weniger dramatisch. Sie verzögern den Planungsablauf nicht. Viel spannender wird’s bei den archäologischen Untersuchungen“, die dort zu erwarten seien. Gute Nachrichten hatte er aber auch: So habe die Stadt bereits Gespräche mit der landkreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft und der Baugenossenschaft, die beide dort aktiv werden wollen, geführt. Die Architekten würden schon Vorarbeiten leisten. Gotz erinnerte daran, „dass wir es mit dem Bebauungsplan schaffen, die Erdinger Problemstellungen zu beantworten“. Dem Druck, viel Wohnraum auszuweisen, will er standhalten. „Ich höre nirgends in Erding den Wunsch, Wohnungen zu bauen für all jene, die nach Erding ziehen wollen“, sagte er. gabi zierz

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