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Im Bau befindet sich das neue Eingangsgebäude des Bauernhausmuseums in Erding. 

Sechs Projekte stehen heuer an, zwei 2021 – Schwerpunkt Schulen – 20 Millionen Euro verplant

Der Landkreis als Baulöwe

  • Hans Moritz
    vonHans Moritz
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Gut 20 Millionen Euro wird der Landkreis heuer in Neu- und Umbauten investieren. Sechs Vorhaben sollen im laufenden Jahr angepackt werden, zwei weitere in 2021.

Erding -  Vor allem eines wird den Landkreis die nächsten Jahre beschäftigen – und insgesamt rund 20 Millionen Euro kosten.Über die Vorhaben informierte am Montag im Bauausschuss des Kreistags Matthias Huber von der Liegenschaftsverwaltung.

 

Rund 3,6 Millionen Euro investiert der Landkreis in ein Projekt, um das seit Jahren gerungen wird – den Neubau einer Mensa am Korbinian-Aigner-Gymnasium. „Wir rechnen in Kürze mit der Baugenehmigung“, erklärte Huber. Zu Beginn des Schuljahres 2021/22 soll die Küche mit Verpflegungsbereich im Südosten des Komplexes an der Sigwolfstraße in Betrieb gehen.

 

Bereits begonnen haben die Bauarbeiten für ein neues Eingangsgebäude des Bauernhausmuseums an der Taufkirchener Straße in Erding. Im Herbst kommenden Jahres soll das 2,5-Millionen-Euro-Vorhaben seiner Überstimmung gegeben werden. Unter anderem werden hier Teile des ältesten Profangebäudes im Landkreis aus Pesenlern verbaut werden. Den Neubau wird auch der freitägliche Bauernmarkt nutzen.

Gerlinde Sigl (CSU) frage, ob die Marktbeschicker genug Platz hätten. Huber antwortete, Obst und Gemüse würden weiter im Freien verkauft. Zelte bei schlechter Witterung seien denkbar. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) meinte: „Die Planer sollen noch einmal durchrechnen, ob mehr Platz geschaffen werden kann.“ Der Bau stecke erst in den Anfängen.

Berufsschule:

Hier steten gleich zwei Projekte an, informierte Huber. Zum einen ist das die Brandschutzsanierung des Komplexes an der Freisinger Straße. „Es müssen unter anderem Treppen, Flure, Rettungswege und Brandabschnitte etwa durch Brand-und Rauchschutztüren ertüchtigt werden“, informierte Huber. Die Brandmeldeanlage werde erweitert, die Zentrale gar erneuert. 2,4 Millionen Euro sind hierfür bis 2021 reserviert, inklusive der Erneuerung einiger bis zu 35 Jahre alten Toiletten.

Zudem schafft der Landkreis an der Fichtenstraße 70 zusätzliche Stellplätze, um die Situation rund um die Schule zu entschärfen. 290 000 Euro sind kalkuliert. Willi Vogl (CSU) regte eine Verlagerung der Lehrerparkplätze an die Fichtenstraße an. So könnten den Anliegern Sorgen genommen werden.

 

Auch am Dorfener Gymnasium müssen nach Angaben Hubers Toiletten erneuert werden. Sie wurden bereits vor 35 beziehungsweise 42 Jahren installiert. Bis zu den Sommerferien gibt der Landkreis hierfür knapp 760 000 Euro aus.

Danach, aber noch in den Sommerferien, beginnt nach den Worten Hubers der Abbruch des zweiten Bauabschnitts im Gebäudeabschnitt 2. Alles, was Krach macht, geschieht in den Ferien, nach Unterrichtsbeginn stehen laut Huber nur noch leisere Tätigkeiten an. „Bis spätestens Weihnachten wollen wir fertig sein.“ 60 Prozent der WCs werden dann erneuert sein.

 

Noch nicht sicher ist, ob bis Jahresfrist die Bauarbeiter im alten Landratsamt im Widnmann-Palais an der Langen Zeile in Erding anrücken werden. Laut Huber „laufen aktuell die Planungen, wie und welche Bereiche des Landratsamtes künftig dort einziehen sollen, damit anschließend die Entwurfsplanungen inkl. Kostenschätzung erstellt werden kann“.

Erst 2021 beginnt eines der größten Bauvorhaben des Landkreises seit Jahren: die Erneuerung und Erweiterung des Anne-Frank-Gymnasiums in Erding. Hier sollen die drei alten Einzelhallen abgerissen und bis zum Schuljahr 2022/23 eine neue Dreifachhalle mit Indoor-Laufbahn und Trainingsplatz auf dem Dach zur Verfügung stehen. Ebenfalls im Süden des Schulgeländes ist ein Erweiterungsbau geplant. „Ziel ist, dass das AFG für bis zu 1300 Schüler zukunftsfähig ist“, so Huber.

Maria Feckl erkundigte sich nach Dach-Photovoltaikanlagen und begrünten Dächer und Fassaden. Ersteres, so Huber, werde man prüfen. Der Begrünung erteilte Bayerstorfer eine Absage, „weil dafür keine Flächen mehr vorhanden sind“.

 

Aktuell wird das Kreiskrankenhaus so umgebaut, dass im Lauf dieses Jahres die neuen Großgeräte, ein Computertomograf (CT) und ein Magnetresonanztomograf (MRT) installiert werden können. Die Baukosten beziffert Huber mit 50 000 Euro. Bis September dürfte die Brandschutzsanierung des benachbarten Personalwohngebäudes fertig sein. 34 Apartments kommen auf diesem Wege dazu. Im Moment sieht es nach den Worten Hubers so aus, „als ob die bewilligten 1,9 Millionen Euro ausreichen. Mittelfristig sollen im Hauptgebäude einige Umbauten erfolgen (wir berichteten) und der Brandschutz ertüchtigt werden.

Erfreut teilte Huber mit, „dass die bisher erteilten Aufträge zu einem großen Prozentsatz an Fachfirmen aus dem Landkreis gegangen sind“.

ham

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