Eisenbahnbundesamt erlässt Planfeststellungsbeschluss für das Teilstück zwischen Flughafen und  Stadt

Baurecht für den Erdinger Ringschluss

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Der Flughafen München bekommt eine zweite Schienenanbindung – und zwar von Osten. Das Eisenbahnbundesamt hat für den S-Bahn-Ringschluss zwischen Erding und dem Flughafen nach knapp dreijähriger Prüfung den Planfeststellungsbeschluss erteilt.

Erding - Damit besteht Baurecht. Dies teilte Bayerns neue Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) am Donnerstag mit. Allerdings sind Klagen betroffener Anwohner zu erwarten. Es ist daher noch völlig offen, wann mit dem Bau begonnen wird.

Und: Es ist nur ein Baustein in einer besseren Schienenerschließung Südostbayerns. Aigner kündigt jedoch an, dass es schneller als bisher gehen solle. Für das Teilstück durchs Stadtgebiet Erding sowie die Walpertskirchener Spange, die den Ringschluss mit der Strecke München–Mühldorf–Freilassing bis nach Salzburg verbindet, könnten heuer die Planfeststellungsverfahren anlaufen.

26 Jahre nach Eröffnung des Flughafens kommt die zweite Schienenanbindung in Fahrt. Die Neufahrner Kurve bei Freising wird im Dezember in Betrieb gehen. Dann können Regionalzüge aus Landshut und Regensburg den Flughafen erreichen.

Der Flughafen hat soeben mit der Verlängerung des Tunnels unter dem Terminal 2 bis zur geplanten Wende- und Abstellanlage mit Haltepunkt in Schwaigerloh (Kreis Erding) begonnen.

Der Ringschluss soll von S-Bahnen im 15-Minuten-Takt in der Hauptverkehrszeit und darüber hinaus im Halbstundentakt befahren werden. Nach Fertigstellung der Walpertskirchener Spange sind darüber hinaus Regionalexpresse im Halbstundentakt aus Südostbayern an den Moos-Airport vorgesehen. Zuletzt war insgesamt von 240 Zügen pro Tag in beiden Richtungen die Rede.

Erdings Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) spricht von einer „guten Entscheidung und einem wichtigen Schritt“. In Euphorie bricht er aber nicht aus. „Es geht jetzt darum, den Druck weiter hoch zu halten, denn es gibt noch viel zu tun“, sagte er unserer Zeitung. „Wir brauchen schnell eine Entscheidung für das Stadtgebiet von Erding“, so der OB. Geplant sind ein neuer Bahnhof auf dem Gelände des Fliegerhorsts sowie ein gut zwei Kilometer langer Tunnel durch die 38 000-Einwohner-Stadt. Damit hatte sich Erding im Sommer 2017 beim damaligen Verkehrsminister Joachim Herrmann (CSU) durchgesetzt.

Gotz verlangt von Aigner, „dass sie sich genauso engagiert für das Projekt einsetzt wie ihr Vorgänger. Der Planfeststellungsbeschluss ist sein Verdienst.“ Zudem fordert er eine zügige Einigung über die Finanzierung. Der Abschnitt zwischen Flughafen und Schwaigerloh soll circa 180 Millionen Euro kosten, der bis Erding rund 360 Millionen Euro. „Vorher verbietet sich jegliche Diskussion über die dritte Startbahn“, sagte der OB.

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