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So soll sie ausschauen , die neue Fehlbach-Brücke an der Freisinger Straße:. Das 20 Meter lange Bauwerk soll 11,70 Meter breit werden und ein Metallgeländer bekommen.

Fehlbach-Brücke an der Freisinger Strasse 

Bauverzögerung wegen Statiker-Streit

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Erding - Seit Wochen tut sich kaum etwas an der Fehlbachbrücke. Es gibt Ärger bei der Tragwerksplanung. Die Experten sind sich uneins.

Es ist eine Großbaustelle: Der Abriss und Neubau der maroden Fehlbach-Brücke an der Freisinger Straße beschäftigen seit Monaten Planer, Stadtbauamt und Baufirmen. Wie mehrfach berichtet, muss die Bogenbrücke, die 1921 errichtet worden ist, ersetzt werden. Dazu sind viele Vorarbeiten nötig. In den vergangenen Wochen waren diverse Sparten dort zu Gange, um Leitungen zu verlegen oder gleich neu zu legen. Dies teilt Stadtsprecher Christian Wanninger auf Nachfrage mit. So habe die Telekom sogar eine Ersatzbohrung vorgenommen und eine komplett neue Trasse unter der Brücke durch in die Gießereistraße gelegt. Auch Stadtwerke, die Fernwärme, die Gasversorgung und der Abwasserzweckverband haben ihre Arbeiten mittlerweile beendet.

Eigentlich würden nun die Vorarbeiten für den Abriss anlaufen. Dass das eine diffizile Angelegenheit wird, war den Experten von vornherein klar. Wiederholt war darüber auch im Stadtrat und seinen Ausschüssen diskutiert worden.

Jetzt aber hat sich ein Problem ergeben, das so nicht vorhersehbar war: Es gibt Streit um die Tragwerksplanung. Deren Ziel ist es, die erforderliche Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit einer Baukonstruktion zu ermitteln. „Die ausführende Firma diskutiert nun mit der Landesgewerbeanstalt darüber“, sagt Wanninger. Der Hintergrund: Zum Tragwerk hatte es eine Vorplanung durch die Stadt gegeben. „Die Idee war, dass der Planer der ausführenden Firma darauf aufbauen kann“, so Wanninger. „Doch der sah es anders.“ Jetzt ist die Landesgewerbeanstalt als übergeordnete Stelle eingeschaltet worden, um zur Klärung beizutragen.

Auch beim Brücken-Fundament gehen die Experten-Meinungen auseinander. „Dort befinden sich die Widerlager nicht im Bachbett, sondern in den Ufermauern. Die Widerlager müssen rückverankert werden, bevor man sie abtragen kann“, erklärt Wanninger. Schließlich handle es sich um eine Bogen-Brücke, die zusammenbrechen würde, würde man sie einfach abreißen. Jetzt streiten sich die Experten darüber, „wie viele Rückverankerungen gesetzt werden müssen“, so der Stadtsprecher. Auch die Frage, wer für den Mehraufwand aufkommt, weil dann ja das abgegebene Angebot nicht mehr stimmt, steht im Raum.

Und weil gerade die Statik insgesamt auf dem Prüfstand steht, sind auch die technischen Feinheiten der neuen Brückenkonstruktion Thema. „Diese wird auf Betonpfählen getragen, die 20 Meter tief ins Erdreich hineinragen. Auch das ist Teil der Diskussion“, erklärt Wanninger.

Wann das alles geklärt ist, kann er nicht sagen. Nur so viel: „Es passiert momentan nichts. Wir liegen jetzt drei Wochen hinter dem Zeitplan.“ Ursprünglich war man von zehn Monaten Bauzeit bis ins Frühjahr 2018 hinein ausgegangen. Über den Winter sollte die Straßenanbindung provisorisch wiederhergestellt werden. Wie es weitergeht, ist unklar. Den Baustellenbereich während der Wartezeit so zu gestalten, dass zumindest Fußgänger die Fehlbach-Brücke stadteinwärts passieren können, hat die Stadt noch nicht ins Auge gefasst. „Bis vergangene Woche hat die Telekom dort ja noch gearbeitet“, erklärte Wanninger dazu.

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