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Die gut 100 Zuhörer genossen die gemütliche Atmosphäre des Jazzfrühschoppens, der für entspannte Lebensfreude sorgte.  

Bayerische Lebensart und bluesige Nostalgie

Swingender Jungbrunnen: Eine überaus fidele „Rentnerband“, wie sich die Dixielandgruppe Dark Down Stompers selbstironisch bezeichnet, sorgte am Samstagvormittag für schwungvolle Unterhaltung beim Jazzfrühshoppen im voll besetzten Mayr-Wirt.

Erding Swingender Jungbrunnen: Eine überaus fidele „Rentnerband“, wie sich die Dixielandgruppe Dark Down Stompers selbstironisch bezeichnet, sorgte am Samstagvormittag für schwungvolle Unterhaltung beim Jazzfrühschoppen im voll besetzten Mayr-Wirt. Der Funke sprang sofort auf das Publikum über, das bei den Darbietungen gut gelaunt mitwippte, die flotten Soli mit viel Zwischenapplaus honorierte und mit Begeisterungsrufen deutlich machte, dass die Musik in der gemütlichen Stube im Mayr-Wirt bestens ankam.

Der berühmte „Basin Street Blues“ lud dazu ein, diese bekannte Jazzstraße in New Orleans lässig entlang zu schlendern, während Louis Armstrong von ferne grüßte. Man konnte einen Moment des Innehaltens mit dem ruhigen Stück „Mood Indigo“ von Duke Ellington und ein mit fröhlichem Drive gespieltes „All of Me“ erleben. Banjo- und Bläserklänge, Bass, Schlagzeug, Gitarre und Gesang gaben sich ein munteres Musikstelldichein, feierten in vielen Jazzstandards den guten alten Dixielandsound, und die Fangemeinde feierte ausgelassen mit.

Die Band gründete sich 1964 und gehört damit zu den ältesten Jazzformationen Münchens, die das Publikum mit ihrer Landpartie in der Herzogstadt beglückte. Das Bier schäumte in den Gläsern, die Weißwürste dampften im Kessel, der Obatzde türmte sich appetitlich auf den Tellern, und die Töne tanzten durch die holzverkleidete Wirtsstube. Nebenbei blieb auch noch Zeit für einen geselligen Ratsch. Bayerische Lebensart und Nostalgiejazz reichten sich an diesem Vormittag die Hand und ließen eine Stimmung entspannter Lebensfreude entstehen.

Griabig war’s und lustig, wenngleich ein kühler Abschiedshauch durch den aufgeheizten Raum wehte: Es war das letzte Mal, dass man einen Jazzfrühschoppen in der Traditionsgaststätte Mayr-Wirt erleben konnte, die Ende des Jahres schließt. Diese Gedanken konnten durchaus ein bedauerndes Bluesfeeling auslösen. 

 vev

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