VR-Bank Erding

„Bei uns gibt es keine Panama-Papers“

Erding – Kräfte bündeln und dem Abschmelzen der Zinserlöse entgegen wirken: Das will die VR-Bank Erding mit der möglichen Fusion mit der Raiffeisen-Volksbank Isen-Sempt erreichen (wir berichteten).

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete die VR-Bank mit Hauptsitz an der Zollnerstraße einen Bilanzgewinn von 1,011 Millionen Euro. Die Bilanzsumme wuchs von 395 Millionen Euro auf 417 Millionen Euro.

Verantwortlich dafür ist das gute Aktivgeschäft. Denn aufgrund der Niedrigstzinsen floriert das Kreditgeschäft. 2015 hat die VR-Bank rund 700 Kredite mit einem Volumen von 95 Millionen Euro neu ausgereicht. Der Schwerpunkt lag dabei beim Wohnungsbaudarlehen im Geschäftsgebiet. Insgesamt stieg das Volumen an Kundenkrediten von 264 auf 292 Millionen Euro.

Die hauseigene Sparte VR-Immobilien Erding vermittelte Objekte im Wert von sechs Millionen Euro. Örtliche Vereine durften sich über Spenden der Bank in Höhe von 33 600 Euro freuen.

Obwohl es kaum noch Zinsen für Erspartes gibt, stiegen die Kundeneinlagen um 17 Millionen Euro auf 319,6 Millionen Euro an. Das bilanzielle Eigenkapital umfasst 33,9 Millionen Euro. Summa summarum stand am Ende ein Jahresergebnis mit 2,307 Millionen Euro zu Buche. In die Ergebnisrücklagen fließen 1,3 Millionen Euro, so dass sich der Bilanzgewinn von gut einer Million Euro errechnet.

Die VR-Bank Erding schüttet eine Dividende in Höhe von drei Prozent aus. Dafür werden 76 875 Euro verwendet. Der Rest fließt in die Rücklagen sowie mit 4453 Euro als Vortrag auf die neue Rechnung 2016. Einstimmig beschloss die Vertreterversammlung diese Verteilung. Einstimmig wurden auch Vorstand und Aufsichtsrat entlastet. „Im Übrigen geben wir eine ehrliche Steuererklärung in Erding ab, keine Panama-Papers“, merkte Vorstand Johann Luber noch süffisant an.

Eine weitere positive Nachricht brachte das abgelaufene Jahr: Die VR-Bank Erding hat zum dritten Mal in Folge Rang eins beim Kundenspiegel belegt. Die Bank siegte in allen Kategorien: Freundlichkeit, Beratungsqualität und Preis-Leistungsverhältnis.

Doch es wird nicht alles rosig bleiben, davon ist das VR-Bank-Vorstandstrio mit Luber, Josef Kressirer und Josef Kern überzeugt. „Es ist uns gelungen, alle Gelder aus fällig gewordenen Wertpapieranlagen in Form von Krediten neu auszureichen“, so Luber. „Man muss an dieser Stelle aber auch klar zum Ausdruck bringen, dass man das nicht jedes Jahr umsetzen kann. Irgendwann geht uns das Geld aus. Ich meine damit die Kundeneinlagen. Und deshalb rechnen auch wir in Zukunft mit einem deutlich rückläufigen Zinsüberschuss.“

do

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