Bei strahlendem Sonnenschein führte die Fronleichnams-Prozession gestern durch die Erdinger Altstadt. Der dritte von vier Altären war vor dem Heiliggeist-Hof aufgebaut. Stadtpfarrer Reinhold Föckersperger trug die Monstranz. Foto: Moritz

Bekenntnis zum Glauben: Prächtige Fronleichnams-Prozession in Erding

Erding - Mehrere tausend Katholiken haben gestern im Landkreis Fronleichnam gefeiert. Die größte Prozession formierte sich vor der Stadtpfarrkirche St. Johannes in Erding und führte von dort zu den vier Altären in der Altstadt.

Das Abschlussgebet sprach Stadtpfarrer Dekan und Geistlicher Rat Reinhold Föckersperger auf dem Schrannenplatz. Begleitet wurden die Christen von Abordnungen der Erdinger Vereine. Es war ein eindrucksvolles Bekenntnis zum Glauben, denn der feierliche Umgang fand bei strahlendem Sonnenschein statt, vorbei an zahlreichen festlich geschmückten Häusern.

Bilder: Fronleichnam in Erding

Bilder: Fronleichnam in Erding

In seiner Predigt ging Föckpersperger auf die Prozession als einen Weg ein, der die Menschen auf die Straße bringt. „Wir begeben uns mit dem Herrn, der in der Gestalt des Brotes bei uns ist, auf die Straße.“ Im Alltag gehe man immer wieder auf die Straße, zum Einkaufen, in die Schule oder zur Arbeit. Es gebe aber auch andere Gründe, auf die Straße zu gehen. „Menschen tun das, wenn sie ein bestimmtes Anliegen haben, wenn sie auf etwas aufmerksam machen wollen, weil sie ein bestimmtes Anliegen haben“, so der Dekan im Festgottesdienst, an dem auch Bürgermeister Max Gotz und Landrat Martin Bayerstorfer teilnahmen.

Föckersperger erinnerte an Menschen, die auf die Straße gingen, um etwa wie die Schlecker-Frauen für den Erhalt ihres Arbeitsplatzes zu kämpfen. Er machte deutlich, dass es viele Anliegen gebe, „für die es sich lohnt, auf die Straße zu gehen - fundamentale Fragen des Lebens, Frieden, Gerechtigkeit und Erhalt der Schöpfung“. Dies geschehe an Fronleichnam.

(ham)

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