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Seit 1979 fester Bestandteil des Erdinger Advents: die mildtätige Aktion Erbse der Bundeswehr auf dem Grünen Markt in Erding. Ihre Zukunft ist jetzt gesichert.

Benefizaktion im Advent

BRK übernimmt Aktion Erbse

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Die Aktion Erbse an den Adventssamstagen ist auch nach dem Abzug der Bundeswehr gesichert. Der BRK-Kreisverband übernimmt 2018 den Verkauf des beliebten Eintopfs für den guten Zweck.

Das Ende hing schon seit Jahren in der Luft. Seit gut einem Jahr steht fest: Die 38. Aktion Erbse, die die Bundeswehr an den vier Adventssamstagen auf dem Grünen Markt in der Erdinger Innenstadt veranstaltet, wird die letzte in Verantwortung des Militärs sein. Denn Anfang kommenden Jahrs wird der Stab des Waffensystemunterstützungszentrums 1 nach Manching verlegt, ehe die die Bundeswehr 2021 den Fliegerhorst für immer verlassen wird. Dann wird es den Soldaten und Zivilbeschäftigten nicht mehr möglich sein, pro Woche 1200 Liter Erbenseintopf zu kochen, für den guten Zweck zu verkaufen und eine Straßensammlung durchzuführen.

„Heuer machen wir es noch, und wir wollen es gut machen. Danach ist aber definitiv Schluss“, sagte Fliegerhorst-Sprecher Peter Jentscher im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass die Aktion ausläuft, sei seit einigen Jahren absehbar. Deswegen hätten sich die Stadt Erding und die Bundeswehr frühzeitig Gedanken gemacht, wie es weitergehen könnte.

Nun ist eine Lösung gefunden. „Wir übernehmen die Erbse ab dem Advent 2018“, versichert BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. „Wir werden heuer schon mitlaufen, um uns die Strukturen anzuschauen und gleich zu lernen.“ Das BRK, so van der Heijden, sei für das Projekt gerüstet und geeignet. „Denn wir verfügen über eine Feldküche und Köche, die auch größere Mengen zubereiten können. Dieses Equipment halten wir zum Beispiel für den Katastrophenfall vor.“ Um die Herstellung werde sich BRK-Vorstandsmitglied Manfred Loher kümmern.

Über diese Entwicklung ist man im Fliegerhorst froh. „Wir freuen uns über das Interesse des BRK. Die Unterstützung Bedürftiger steht an erster Stelle und sollte weitergeführt werden. Das BRK hat da freie Hand“, so Jentscher.

Der Betreiberwechsel wird jedoch Veränderungen mit sich bringen. Denn bisher wurde das Ergebnis – 2016 waren es 56 500 Euro, Tendenz jährlich steigend – unter mehreren Vereinen wie der Nachbarschaftshilfe, dem Fendsbacher Hof und dem Mütterzentrum Erding aufgeteilt. Ab 2018 wird der Erlös ausschließlich dem BRK zur Verfügung stehen. „Wir brauchen für unsere vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben jeden Cent“, erklärt van der Heijden. Ein Beispiel sei das geplante Bürgerhaus am Rätschenbach, wo sich van der Heijden nicht nur ein Programm für Senioren, sondern auch eine Suppenküche für Bedürftige vorstellt.

Im gleichen Atemzug räumt sie mit Gerüchten auf: „Wir brauchen die Erbse nicht, um das Frauenhaus zu finanzieren. Dafür verwenden wir die Zuschüsse des Staats und die Defizitübernahme durch den Landkreis.“

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