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Sorgten für Höhepunkte beim Benefizkonzert des Lions Clubs: Das Akkordeonorchester Taufkirchen, das sich vor dem Konzert in der Stadthalle noch einspielte. 

Benefizkonzert in der Stadthalle

Zwei junge Talente und viele alte Hasen

Zum vierten Mal hat der Lions Club Erding ein Benefizkonzert veranstaltet. Das musikalische Programm stellte die Kreismusikschule zusammen. Zwei junge Talente waren die Glanzpunkte des Abends: Johanna Schumertl und Stefan Bauer.

Erding– „We serve – Wir dienen“: Dieser Maxime fühle sich der Lions Club Erding verpflichtet, sagte Lions-Präsident Prof. Dr. Gerd Hohlbach am Sonntagabend in der Stadthalle. Mit dem vierten Wohltätigkeitskonzert wollten die Lions-Mitglieder zur Verwirklichung dieses Grundsatzes beitragen. Der Präsident dankte KMS-Leiter Bernd Scheumaier für die gelungene Programmauswahl und den Musikern, die alle ohne Gage für den guten Zweck spielten.

Nachdem Schirmherrin und Staatsministerin Ulrike Scharf die rund 300 Zuhörer kurz begrüßt hatte, machte das Erdinger Salonorchester einen schwungvollen Auftakt. Konzertmeisterin Veronika Marschall erklärte den Ursprung der Salonmusik, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstanden war. Dann gaben die Musiker Filmmusik, Tango und Schlager zum Besten. Bei „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt“ und bei „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ wippte und sang das Publikum mit. Das Salonorchester wurde von einem singenden Geschwisterpaar unterstützt. Katrin und Fabian Holzner,selbst Mitglieder im Ensemble, brillierten mit ihren wohlklingenden Stimmen.

Drei „Slawische Tänze“ von Antonin Dvorák brachte das Erdinger Kammerorchester unter der Leitung von Helmut Veihelmann auf die Bühne. Die Musiker entführten das Publikum mit ruhigen und sehnsuchtsvollen Klängen in die musikalische Welt des ausklingenden 19. Jahrhunderts.

Nach der Pause überraschte das Akkordeonorchester Taufkirchen mit den vielfältigen Möglichkeiten, die ein Akkordeon zu bieten hat. Die meisten Stücke hatte Leiter Michael Riedmaier neu arrangiert. So hörte man den Blumenwalzer aus Tschaikowskis Nussknacker Suite in einer neuen Version, ebenso eine Stevie-Wonder-Hit Collection, die sehr schmissig rüberkam.

Die Christel von der Post aus der Operette „Der Vogelhändler“ war Johanna Schumertl aus Inning am Holz. Die 17-jährige Gymnasiastin glänzte aber nicht nur mit ihrer außergewöhnlichen und glasklaren Sopranstimme, sie zeigte zudem schauspielerisches Talent und eine selbstwusste Bühnenpräsenz. Auch das zweite junge Talent kam aus den Reihen des Akkordeonorchesters Taufkirchen: Ganz leise wurde es im Saal, als der mehrmalige Bundessieger Stefan Bauer auf die Bühne kam. Unvermittelt legte er mit seinem rasanten „Tango pour Claude“ los und brachte das Publikum zum Staunen.

Den Schlusspart übernahmen „Flinke-Finger“ Peter Heger am Piano – wie Moderatorin Ana Paola Wimmer – ihn ankündigte und Edi Karbaumer am Schlagzeug mit ihrer Boogie-Woogie-Session. Sie legten noch mal richtig los und animierten die Zuhörer – obwohl sie bereits drei Stunden Musik hinter sich hatten – zu Zugabe-Rufen.

von Alexandra Anderka

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