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Malt seit 30 Jahren: Stanko Ropic.

Ausstellung 

Berührende Farbfelder

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Erding – Tiefes Türkis, leuchtendes Rot, strahlendes Magenta. Nicht zu viele Formen, nicht zu viel Ablenkung, einfach lebendige, pulsierende Farbe: Das ist die Leidenschaft des Künstlers Stanko Ropic (53). Seine Farbfelder sind jetzt im Frauenkircherl in Erding zu sehen.

Seit mehr als 30 Jahren studiert und malt Stanko, wie er sich als Künstler nennt, Farbfelder. „Mich fasziniert die Vielschichtigkeit und die Tiefe, die Farbe hat“, erzählt er bei der Vernissage am Freitagabend. Relativ transparent und leicht trägt er die Farbe auf seine Gemälde auf – zu sehen sind 31 Werke, allesamt in Öl auf Leinwand oder Holzfaserplatte. „Die Farben haben ihre eigene Leuchtkraft, die mit dem Seelenleben korrespondiert“, sagt Stanko.

Er möchte die Menschen dazu inspirieren, in der schnelllebigen, lauten und digitalen Zeit inne zu halten, zur Ruhe zu kommen und sich Zeit zu nehmen. „Dann kommt ein ganz eigener Dialog zustande, denn Farbe bietet das Tor in einen zeitlosen Raum – wenn man sich darauf einlässt“, sagt das Mitglied im Kunstverein Erding. Und genau dazu forderte Stanko die Gäste seiner Vernissage auch auf. Sie sollten sich vor dem Bild platzieren, das sie am meisten anspricht, und sich nur darauf konzentrieren, während sanfte, meditative Musik lief. „Dabei passiert etwas ganz Besonderes“, ist der gebürtige Slowene überzeugt. „Farben berühren uns, und jede Farbe hat ihre eigene, besondere Ausstrahlung.“ Dabei sollen seine Werke bewusst ganz offen bleiben, ohne Assoziationen. Zu finden ist das komplette Farbspektrum, „aber nicht wild alle Farben durcheinander in einem Bild“. Für eine Farbe entscheidet er sich „aus einem inneren Anlass heraus, vielleicht auch ein bisschen nach Laune und Stimmung“.

In die nötige Stille dafür bringt sich Stanko mit Meditation vor den eigenen Farbfeldern, die er seit zwei Jahren in seinem Atelier in einem ausgebauten Pferdestall in Innerbittlbach fertigt. Manche seiner Werke sind in zwei Tagen vollendet, manche in zwei Monaten – und andere wiederum brauchen Jahre. „Wenn es nicht pulsiert und nicht ausgewogen ist, mache ich mich noch mal an die Arbeit“, sagt Stanko. Und so kann es durchaus sein, dass ein Werk auch nach zehn Jahren noch nicht vollendet ist.

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