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Die Besten und ihre Gratulanten (vorne v. l.): Stefanie Reisinger (Anerkennungspreis der Schule), Sonja Pirschlinger (Ehrenpreis Franz-Eisenreich-Schulfondsstiftung), Katharina Menrad (Buchpreis Landkreis Erding), Bianca Grünwald (Preis Landkreis Ebersberg) mit (hinten, v. l.) Schulleiter Gottfried Wengel, OB Max Gotz sowie den Vize-Landräten Gertrud Eichinger (Erding) und Magdalena Föstl (Ebersberg).

Berufliche Oberschule Erding 

Mit 500 Schülern geht auch der Direktor

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Über 500 Abiturienten nahmen am Freitag an der Beruflichen Oberschule Erding ihr Zeugnis entgegen – viele mit sehr guten Leistungen.

Erding „Sie verlassen nun vertrautes Gebiet und stellen sich neuen Herausforderungen in der Welt, in der Ausbildung oder im Studium“, sagte Schulleiter Gottfried Wengel zum Abschied am Freitag in der FOS/BOS. Er verkündete dabei zur allgemeinen Überraschung, dass auch er selbst Erding verlassen werde. Er übernimmt die Leitung der FOS/BOS Donauwörth.

Die 507 Absolventen müssten nun die Entscheidung für ihr weiteres Leben treffen. 404 verlassen die Schule mit der Fachhochschulreife, 84 mit der allgemeinen Hochschulreife und 19 mit der fachgebundenen Hochschulreife. „Hinter Ihnen liegen 7000 Schulaufgaben, 4000 Kurzarbeiten und 7500 Stegreifaufgaben“, zählte Wengel auf. Hinzu kamen über 2000 Abiturprüfungen mit Zweitkorrektur.

Der Festtag begann mit einem Festakt und der Zeugnisübergabe an die 13. Klassen. In drei weiteren Etappen waren die Absolventen der zwölften Klassen an der Reihe.

Mit Urkunden und Preisen wurden die 26 Besten der Schule geehrt. Dabei half die Politprominenz. Am meisten zu tun hatte dabei Erdings Dritte Landrätin Gertrud Eichinger, die den Buchpreis des Landkreises Erding an immerhin 14 stolze junge Erwachsene überreichen durfte. Die Preise des Landkreises Ebersberg wurden von dessen stellvertretender Landrätin Magdalena Föstl übergeben.

Eichinger erzählte, dass ihr eigenes Fachabitur schon eine Weile zurückliege, sie sich aber noch gut erinnern könne. „Ihr habt jetzt alle Möglichkeiten“, sagte sie und wies darauf hin, dass sie von der Schule gut auf die jetzt kommenden Entscheidungen vorbereitet worden seien. „Zielstrebig, leistungsstark und flexibel“, sollten die jungen Leute nun sein, aber dennoch auch genügend Zeit für das Privatleben einplanen.

Eichinger gab den Abschlussschülern ein Zitat aus dem Kultfilm „Die Feuerzangenbowle“ mit auf den Weg: „Wahr sind nur die Erinnerungen, die wir mit uns tragen, die Träume, die wir spinnen, und die Sehnsüchte, die uns treiben. Damit wollen wir uns bescheiden.“

Erdings OB Max Gotz sorgte für Lacher in der Aula, als er erzählte, dass er froh gewesen sei, als er die Schule abgeschlossen hatte. „Noch mehr haben sich aber die Lehrer gefreut.“ Gotz lobte Gottfried Wengel, dankte ihm für seine gute Arbeit und wünschte ihm Glück für seine neue Aufgabe. Zu den Schülern sagte er: „Ich gebe Euch keinen Ratschlag mit auf den Weg. Ich habe damals auch keinen bekommen.“ Vielmehr ermunterte er die Absolventen, sich für die Gesellschaft zu engagieren, beispielsweise in einem Ehrenamt. Der OB übergab im Anschluss die Ehrenpreise der Franz-Eisenreich-Schulfondsstiftung an sieben Schülerinnen und Schüler.

Das Thema „Fortschritt“ wählte Elternbeiratsvorsitzender Jörg Krabel als roten Faden. „Zunächst denkt ihr zwar mit ,fort von hier‘ nur an den ersten Teil des Wortes.“ Wichtig sei aber auch der Schritt in die Richtung, in die man sich bewegen möchte. Krabel dankte den Lehrern: „Hier sind sehr gute Leute am Werk.“

In einem kurzweiligen Vortrag wandten sich die Schülersprecher Atakan Kosva und Lisa-Marie Tellmann an die Zuhörer. Mit dem Abitur seien sie alle „dem Anspruch im Land der Dichter und Denker gerecht geworden“. Sie wären jetzt bereit, die Welt zu erobern und hofften, „dass die Welt bereit ist, sich von uns erobern zu lassen“.

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