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Bildungszentrum im Erdinger Norden: An der Freisinger Straße befinden sich die Berufsschule (links bis Mitte), die FOS/BOS (r.) sowie die Kreismusikschule (vorne). Erstere gibt es in Erding seit 154 Jahren.

Drei Gebäudeteile, teils aus den 60er Jahren, werden saniert

Berufsschule: Alles muss raus

  • Hans Moritz
    VonHans Moritz
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 Seit 154 Jahren existiert in Erding die Berufsschule, am aktuellen Standort Freisinger Straße gibt es Gebäudeteile, die noch aus den 60er Jahren stammen und bei denen seither nicht viel passiert ist. Nun macht sich der Landkreis daran, den Sanierungsstau abzubauen. 

Drei Teilbereiche beschloss der Kreis-Bauausschuss am Dienstag. Rund 2,6 Millionen Euro sind dafür für die nächsten Jahre veranschlagt.

Schulleiter Dieter Link erklärte, er freue sich, dass sich der Kreistag zum Gesamtpaket bekenne. Als Reihenfolge schlug er vor, mit den Abschnitten zu beginnen, in denen sich besonders oft Schüler und Lehrer aufhalten.

Dazu gehört die Werkstätte der Zimmerer. Laut Architekt Richard Falterer gibt es zwei Bank-Räume, aber kein separates Zimmer für Holzbearbeitungsmaschinen. Deswegen sollen Sanitäranlagen und Umkleiden in diesem Trakt zurückgebaut werden, um Platz zu schaffen. Die neue Umkleide für Zimmerer und Maurer wandert ins Untergeschoss. Der jetzige Umkleide- und Sanitärbereich der Holzberufe muss laut Falterer ebenfalls erneuert werden. „Dann wird endlich auch ein Damen-WC möglich“, berichtete er. Dieses Vorhaben kalkuliert er mit rund 473 000 Euro, die Bauzeit werde etwa sechs Monate betragen. So lange können die Zimmerer bei den Schreinern und Maurern unterrichtet werden.

Sanierungsbedürftig ist laut Falterer auch das Bauteil im so genannten Kopfbau. Die bisherigen Sanitäranlagen hätten ihre Lebensdauer längst überschritten und müssten erneuert werden. Künftig sollen sie in allen drei Geschossen übereinander angeordnet werden, das ermöglicht laut Architekt auch eine wirtschaftliche Installation. Zudem will er nicht tragende Wände und den Kamin abbrechen, Bodenbeläge inklusive Estrich ausbauen sowie die Fliesen erneuern. Falter sprach von einer „Entkernung und Neugestaltung, sodass das Gebäude wieder voll nutzbar ist“. Hierfür kalkuliert er 995 000 Euro.

Auch in der Aula gibt es einiges zu tun. Sie stammt aus den frühen 1970er-Jahren, wesentliche Teile sind nach wie vor aus dieser Zeit. Auch hier sollen die WCs komplett erneuert werden. Falter will alle Wandverkleidungen, Decken, Bodenbeläge und die Lüftung erneuern. Auf Wunsch der Schule soll die Aula künftig in drei Bereiche unterteilt werden – mittels Schiebewänden. Die neue Lüftung werde allen heutigen hygienischen Anforderungen entsprechen und eine Wärmerückgewinnung enthalten. Kostenpunkt: rund 1,1 Millionen Euro.

Matthias Huber von der Kreisverwaltung teilte mit, die Regierung von Oberbayern habe die Förderfähigkeit bestätigt, 2022 soll es losgehen.

Link erklärte, die Berufsschule sehe heue noch aus wie eine Lernanstalt aus früherer Zeit. „Heute wissen wir aber, dass Lernen erfolgreicher ist, wenn sich die Schüler wohlfühlen.“ Zudem reagiere man auf den steigenden Anteil an Schülerinnen.

ham

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