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Nicht mehr sicher ist im Brandfall etwa die Aula der Berufsschule. So muss zum Beispiel der Gang oben verglast und damit rauchdicht gemacht werden.

Berufsschule Erding

Brandschutz kostet 1,7 Millionen Euro

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Die Berufsschule Erding wird sich 2018 in eine Großbaustelle verwandeln: Der Brandschutz muss erneuert werden. 1,7 Millionen Euro wird den Landkreis als Träger das kosten.

Erding - Mit Millionenaufwendungen für den Brandschutz kennt sich der Landkreis aus. Im Moment wird die Verwaltung am Alois-Schießl-Platz auf den neuesten Stand gebracht. Zeit zum Ausruhen hat Matthias Huber vom Liegenschaftsamt danach nicht, denn das nächste Mammutprojekt steht in den Startlöchern: die Berufsschule an der Freisinger Straße.

Bislang war von dem Objekt vor allem bekannt, dass die Turnhalle nach ihrer Nutzung als Asylunterkunft sowie der Friseurbereich einer Sanierung bedürfen. Klar ist aber auch: Der Brandschutz ist längst nicht mehr auf dem neuesten Stand. In der gestrigen Sitzung machte Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) deutlich, dass das nicht nur am Alter des Gebäudes liege, sondern auch ein buchstäblich hausgemachtes Problem sei: „Es wurde immer wieder um- und angebaut. Damit ist der Fall eingetreten, dass wir kein Gesamtkonzept mehr haben. CSU-Kreisrat und Kreisbrandrat Willi Vogl erklärte, dass es um zwei Dinge gehe: „Im Ernstfall müssen Lehrer und Schüler rechtzeitig gewarnt werden. Und es muss gewährleistet sein, dass alle so schnell wie möglich ins Freie kommen.“

Was das baulich bedeutet, stellte Architekt Richard Falterer vor. Hauptsächlich müssten Treppenhäuser, Flure, Rettungswege und Brandabschnitte durch zusätzliche Brandschutztüren ertüchtigt werden. In der Folge sei es unumgänglich, die Brandmeldeanlage zu erweitern und teils zu erneuern. „Es werden zusätzliche Melder erforderlich“, so Falterer. In den WC-Anlagen im Gebäudeteil D müssen laut Architekt Installationsschächte von der Sicherheit her auf den neuesten Stand gebracht werden. Er schlägt vor dem Hintergrund der 35 Jahre alten WC-Anlagen vor, sie gleich mit zu erneuern.

Ferner wies Falterer darauf hin, dass in einigen Brandschutzklappen Asbest enthalten sei. Er riet, diese gleich komplett auszutauschen anstatt sie für viel Geld regelmäßig auf gefährliche Fasern untersuchen zu lassen.

Deutlich sichtbar wird der neue Brandschutz in den Fluren sein. Falterer sagte, offene Flure müssten verglast werden, damit Qualm sich nicht über mehrere Etagen ausbreiten könne. Offene Treppenhäuser würden um Brandschutz- beziehungsweise Rauchvorhänge ergänzt.

Rudi Ways (SPD) kritisierte den enormen Aufwand und die explodierenden Kosten. Bayerstorfer gab ihm recht, wies aber auf die gesetzliche Lage sowie darauf hin, „dass wir nur das machen, was das Gesetz vorgibt“. Würde man auf den aktuellsten Stand gehen, würde der Betrag um ein Vielfaches höher ausfallen, ergänzte Vogl. Das Konzept soll 2018/2019 umgesetzt werden – für 1,7 Millionen Euro, 200 000 Euro günstiger als in einer ersten Schätzung.

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