Eine Hommage an die alten Zeiten

Kinotipp Star Trek Beyond: Besser als Star Wars

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Erding – „In loving memory of Leonard Nimoy“ steht in kleinen weißen Lettern auf der in unendliches Schwarz getauchten Leinwand. Ruhe ist eingekehrt nach dem zweistündigen Sturm. Dieser Hinweis in Gedenken an den legendären, vor gut einem Jahr verstorbenen Spock-Darsteller ist das, was am Ende von „Star Trek Beyond“ stehen musste. Der Film ist zu großen Teilen eine Hommage. Nicht zuletzt an Nimoy.

In den ersten beiden Streifen der Star-Trek-Neuverfilmung verkörperte er noch das ältere Ich des jungen Mister Spock (Zachary Quinto). Als dieser von seinem Ableben erfährt, beschließt er, in seine Fußstapfen zu treten. Das lässt sich schön auf die Darsteller übertragen. Denn was Quinto abliefert, macht ihn zu einem würdigen Nachfolger Nimoys.

Der Film findet inmitten des intergalaktischen Schlachtengetümmels immer wieder Zeit, in Nostalgie zu verfallen. Für Gänsehaut dürfte bei vielen Trekkies der Moment sorgen, als Spock ein Bild der Originalcrew aus „Raumschiff Enterprise“-Zeiten in der Hand hält.

Es menschelt gewaltig. Captain Kirk (Chris Pine) denkt an seinen verstorbenen Vater, der nie so alt geworden ist wie er selbst. In der Liebesbeziehung zwischen Spock und Uhura (Zoe Saldana) kriselt’s ein wenig. Das ruft Schiffsarzt und Chef-Stichler Pille (Karl Urban) auf den Plan – Der Humor tut ohnehin auch dem dritten Teil des Remakes sehr gut.

Das Familiäre, der Zusammenhalt macht die Enterprise-Crew stark – ganz entgegen der Meinung von Oberschurke Krall (Idris Elba). Es hagelt Emotionen. Und die kommen auch an. Ein Punkt, an dem die „Star Wars“-Reihe oft nur in Kitsch verfallen ist.

Ganz am Ende, direkt nach Nimoy, steht da übrigens noch „For Anton“ – in Gedenken an Chekov-Darsteller Yelchin, der im Alter von 27 Jahren bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist.

Bewertung: 4/5

Markus Schwarzkugler

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