Kämpfen ums Überleben: Zirkus-Chef Danny Brumbach (M.) und seine Familie.  AF: beet
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Kämpfen ums Überleben: Zirkus-Chef Danny Brumbach (M.) und seine Familie. Archivfoto.

Warnung vor falschen Spendensammlern

Erding: Bettler-Bande gibt sich als Zirkus aus

  • Gabi Zierz
    vonGabi Zierz
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Seit November hat der Circus Carl Brumbach sein Quartier auf dem Erdinger Volksfestplatz. Eine Bettler-Bande sammelt wohl Spenden im Namen des Circus‘, Direktor Danny Brumbach ist entsetzt.

Erding – Die Notlage des Circus Carl Brumbach, der seit November sein Quartier wegen der Corona-Pandemie auf dem Volksfestplatz aufgeschlagen hat, nutzen derzeit dreiste Bettler aus. Sie ziehen von Haus zu Haus und bitten – durchaus frech – im Namen des Zirkus’ um Spenden. Zirkusdirektor Danny Brumbach ist entsetzt.

„Niemand von uns geht von Haus zu Haus, klingelt und bettelt um Spenden“, stellt Brumbach klar. Er wende sich an die Öffentlichkeit, denn er erhalte täglich Anrufe von verärgerten Bürgern, die sich bei ihm über die dreiste Vorgehensweise der falschen Zirkusleute beschweren. „Dass man so abgebrüht sein kann, das ist unfassbar. Wir kämpfen ums Überleben, und diese Leute nutzen unsere Notlage aus“, sagt er über die Bettler.

Freilich sei der Zirkus, der mit 21 Familienmitgliedern und rund 20 Tieren auf dem Volksfestplatz untergebracht ist, in dieser schweren Zeit auf Spenden angewiesen, betont Brumbach. Diese könnten die Bürger aber direkt am Festplatz vorbeibringen oder auf das eigens eingerichtete Konto bei der Sparkasse Erding-Dorfen, IBAN DE02 7005 1995 0020 5873 82, einzahlen. Auf dem Volksfestplatz kann man die Tiere, darunter ein Kamel, zwei Pferde und Ponys, auch begutachten. Die Stadt Erding habe einen längeren Aufenthalt des Zirkus genehmigt, so Brumbach.

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